Berliner holen Bronze bei Eiskunstlauf | ABC-Z

Die Berliner Eiskunstläufer Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die Bronzemedaille gewonnen. Acht Jahre nach dem Olympiasieg von Aljona Savchenko/Bruno Massot kam das Top-Duo der Deutschen Eislauf-Union (DEU) nach einer nicht ganz fehlerlosen Kür auf 219,09 Punkte und musste sich damit den überragenden japanischen Weltmeistern Riku Miura/Ryuichi Kihara (231,24) und Anastassia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien (221,75) geschlagen geben.
Hase/Volodin waren nach dem Kurzprogramm (80,01) als Führende in die Entscheidung gestartet – patzten aber in der Kür. Zuvor waren Miura/Kihara ein herausragender Vortrag gelungen, auch die georgischen Europameister schoben sich noch vor die Vize-Weltmeister. Das zweite Berliner Duo Annika Hocke/Robert Kunkel lief mit Saisonbestleistung auf Rang zehn (194,11).
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Mit 4,55 Punkten war der Vorsprung auf die zweitplatzierten Georgier schließlich nicht groß genug – und vor allem Miura/Kihara legten mit einer Weltklasse-Kür vor. Hase/Volodin, die bei der EM im Januar geschwächelt hatten, brauchten zur Musik von Max Richter erneut eine persönliche Bestleistung für Gold – Fehler von Hase beim doppelten Axel und beim Salchow machten diesen Traum zunichte.

Minerva Hase und Nikita Volodin trainierten in Berlin
Die fantastische Ausgangsposition im Finale hatten sich die Berliner am Sonntagabend mit einem Weltklasse-Kurzprogramm gesichert. 80,01 Punkte, persönliche Bestleistung, Platz eins – Hase und Volodin waren optimal in den Wettkampf gestartet. „Sehr glücklich“ waren sie hinterher gewesen, verriet Hase, die „großen Emotionen“ sparten sie sich aber für das Finale auf.

Im Finale konnten Hase und Volodin trotz beeindruckender athletischer Leistung nicht ganz an ihren Erfolg aus dem Kurzprogramm anknüpfen.
© Bernat Armangue/AP/dpa | Bernat Armangue
Hase wurde am 10. Juni 1999 in Berlin geboren und begann bereits 2004 mit dem Eiskunstlauf beim Berliner SV 1892 in Schmargendorf. Volodin ist in Russland geboren und hat mittlerweile den deutschen Pass. Gemeinsam trainieren sie im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen unter Dmitri Sawin und Knut Schubert. Hase ist Soldatin in der Sportfördergruppe der Bundeswehr – und hat einen prominenten Freund. Seit Mitte 2019 ist sie mit Jonas Mattisseck zusammen. Er ist Basketball-Profi bei Alba Berlin.

Hase und Volodin eiferten Triumph von Savchenko und Massot in Pyeongchang nach
Mit der Medaille erfüllt sich für Hase/Volodin dennoch ein Traum. Allen voran Hase hatte damit kaum rechnen können, als sie 2022 in Peking mit ihrem früheren Lauf-Partner Nolan Seegert Letzte nach der Kür geworden war. Vor drei Jahren knüpfte Chefcoach Dmitri Savin, ein russischer Paarlaufspezialist, den Kontakt zum aus Sankt Petersburg stammenden Volodin. Es sollte der Startschuss in eine Erfolgsgeschichte werden.
Hase/Volodin hätten das erste deutsche Eiskunstlauf-Gold bei Olympischen Winterspielen seit dem Triumph von Aljona Savchenko und Bruno Massot vor acht Jahren in Pyeongchang holen können. „Wir gucken nicht, wir hören nicht. Wir sind ganz in unserer Bubble. Von daher haben wir da keinen Einfluss von außen bekommen“, sagte Hase noch vor dem Finale.
pvt mit dpa





















