Marktbericht: DAX verliert zum Wochenstart | ABC-Z

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Im frühen Handel konnte der DAX zwar die 25.000 Punkte überspringen, am Ende rutschte das Börsenbarometer jedoch unter die psychologisch wichtige Marke. Siemens hatte den schwächsten Tag des Jahres.
Der DAX kam zum Wochenstart kaum von der Stelle. Zum Tagesbeginn lugte er zwar kurzzeitig über die 25.000 Punkte, rutschte danach aber wieder unter die runde Marke. Am Nachmittag verlor er zunehmend an Boden und schloss am Ende des Handelstages bei 24.801 Punkten und einem Minus von 0,46 Prozent.
Das im Januar aufgestellte Rekordhoch von 25.507 Punkten verblasst langsam zu einer Erinnerung. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex bei 24.914 Punkten mit einem Plus von 0,25 Prozent geschlossen.
Anlegerinnen und Anleger mussten ohne Vorgaben aus dem Ausland auskommen: In den USA und an vielen wichtigen Börsen in Asien blieben die Börsen aufgrund von Feiertagen geschlossen.
Der Verlauf am Montag könnte ein Richtwert für den Rest der Woche sein. Erst am Freitag dürften die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und Europa sowie die erste Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts im Schlussquartal 2025 Impulse geben.
Der deutsche Leitindex hatte zuletzt mehrere Anläufe auf sein Rekordhoch gestartet, diese jedoch immer abgebrochen. “Es fehlt der zündende Funke, um einen Ausbruch über 25.000 Punkte und neue Rekorde auszulösen”, kommentierte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank.
Ähnlich geht auch anderen Indizes wie dem S&P 500. Zwar lägen sie immer noch in Schlagdistanz zu ihren Allzeithochs, kommentiert Alexander Krämer von der Commerzbank. “Doch diese präsentierten sich zuletzt als kaum zu überwindende Hürde.”
Siemens, in der vergangenen Woche noch kurzzeitig wertvollstes Unternehmen im DAX, verzeichnete heute den schwächsten Tag des Jahres: Anleger befürchten zunehmend, dass industrielle Software in Zeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) zum Auslaufmodell wird.
Insbesondere sei es dadurch nicht mehr nötig, alle Produkte von einem einzigen Anbieter zu kaufen – KI ermöglicht es vielen Unternehmen, Software stattdessen mit anderen Systemen zu kombinieren.
Die Siemens-Aktie rutscht damit auf den tiefsten Stand dieses Jahres und schließt sechs Prozent im Minus bei 236 Euro. Vergangenen Donnerstag erreichte die Aktie noch ein Rekordhoch von 275,75 Euro.
Bei Volkswagen stehen offenbar weitere Sparmaßnahmen ins Haus. Bis Ende 2028 sollen die Kosten konzernweit um 20 Prozent gesenkt werden, berichtete das Manager Magazin unter Berufung auf Informationen aus dem Unternehmen. Dabei stehen offenbar auch Werksschließungen zur Diskussion.
Der Aufregung im Unternehmen ist groß. Der Betriebsrat verweist auf eine Vereinbarung von 2024, in der Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen wurden.
Die Märkte bewegte die Nachricht kaum. Eine Reaktion war im Tagesverlauf nicht erkennbar. Die Stammaktie schloss mit 0,34 Prozent im Minus auf dem Kurs von 102,75 Euro.
Eigentlich schien der Deal mit Netflix schon beschlossene Sache und der Bieterstreit beendet. Jetzt überlegt der Verwaltungsrat von Warner Brothers doch noch einmal, das Angebot des Netflix-Konkurrenten Paramount anzunehmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
Paramount hatte in der vergangenen Woche ein verbessertes Angebot vorgelegt. Noch besteht eine verbindliche Übernahmevereinbarung mit Netflix.
Ein neuer Börsengang kündigt sich an: Der Marine- und Meerestechnikspeziaist Gabler plant für März eine Notierung an der Frankfurter Börse, hieß es heute vom Unternehmen. Das Unternehmen erwartet, damit einen Zulauf von rund 40 Millionen Euro zu erhalten.
Mit dem Erlös soll die Bilanz gestärkt, das Wachstum angekurbelt und sollen kleinere Zukäufe getätigt werden, wie es hieß. In dem Angebot sollen sowohl neue als auch bestehende Aktien der Gesellschaft inbegriffen sein. Die Possehl-Gruppe, Eigner des Lübecker Unternehmens, plant mindestens eine Minderheitsbeteiligung.





















