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Sparpotenzial nutzen: Die Strompreise sinken weiter, aber … | ABC-Z

Sparpotenzial nutzen Die Strompreise sinken weiter, aber …

16.02.2026, 12:25 Uhr

Die Strompreissenkungen sind möglich, da die Stromnetzgebühren infolge des milliardenschweren Bundeszuschusses zum Jahreswechsel um rund 16 Prozent gesunken sind. (Foto: picture alliance / Zoonar)

Nachdem bereits zum Jahreswechsel hunderte Stromversorger ihre Preise gesenkt hatten, sind weitere Senkungen für die kommenden Monate angekündigt. Gespart werden kann aber in jedem Fall – mit etwas Eigeninitiative.

Zum Jahreswechsel haben bereits rund die Hälfte der insgesamt 780 Strom-Grundversorger in Deutschland die Strompreise durchschnittlich um 9 Prozent gesenkt. Für Februar, März und April haben nun regionale Grundversorger 101 Preissenkungen um durchschnittlich 15 Prozent angekündigt. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 kWh wird so um durchschnittlich 279 Euro jährlich entlastet. Insgesamt werden rund 3,4 Millionen Haushalte künftig niedrigere Strompreise bezahlen. Das hat eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergeben.

“Die Strompreissenkungen sind möglich, da die Stromnetzgebühren infolge des milliardenschweren Bundeszuschusses zum Jahreswechsel um rund 16 Prozent gesunken sind. Hinzu kommen niedrigere Großhandelspreise für das Jahr 2026 und das relativ hohe Preisniveau, auf dem sich viele der jetzt sinkenden Stromtarife zuvor befunden haben”, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Laut Bundesnetzagentur bezogen 2024 rund 22 Prozent der Haushalte Strom im Grundversorgungstarif. Haushalte beziehen immer dann Strom und Gas in der Grundversorgung, wenn sie keinen besonderen Vertrag mit einem Versorger abgeschlossen haben. Grundversorger ist immer derjenige Stromlieferant, der in einem Netzgebiet die meisten Haushalte mit Strom beziehungsweise Gas beliefert.

Überregionale Versorger kosten mitunter deutlich weniger

Dennoch liegt das Preisniveau der Strom-Grundversorgung mit einem durchschnittlichen Kilowattstundenpreis von knapp 41 Cent (brutto inklusive Grundpreis) deutlich höher als bei anderen Stromtarifen. Im günstigsten Angebot der regionalen Stromversorger werden aktuell im Bundesschnitt rund 32 Cent pro kWh (inklusive Bonus) fällig, die günstigsten Angebote der überregionalen Versorger liegen im bundesweiten Durchschnitt bei rund 24 Cent pro kWh (inklusive Bonus). Da viele Tarife auch nach der Preissenkung teurer als nötig sind, sollten Haushalte die für sie verfügbaren Tarife prüfen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.

Weitere 38 Prozent der Haushalte hierzulande beziehen ihren Strom zwar ebenfalls vom örtlichen Grundversorger, aber per sogenanntem Sondervertrag. Bei diesen Verträgen sind die Konditionen meistens günstiger. Grundversorgungsverträge können laut Verbraucherzentrale jederzeit mit zwei Wochen Kündigungsfrist beendet werden.

Quelle: ntv.de, awi

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