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USA News: Trumps „Friedensrat“ soll mehr als fünf Milliarden Dollar für Wiederaufbau Gazas bereitstellen – Politik | ABC-Z

Obama äußert sich zu Trumps Affenvideo

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat auf die Anfeindungen durch seinen Nachfolger Donald Trump lange Zeit kaum reagiert. In einem Gespräch mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen hat er sich jetzt – indirekt – zu einem Video geäußert, das Trump vor einigen Tagen verbreitet hat: Es zeigte zwei Affen mit den Köpfen von Barack Obama und dessen Frau Michelle – solche Darstellungen gelten als eindeutig rassistisch. 

Obama wies darauf hin, dass die Mehrheit der Amerikaner dieses Verhalten von Trump „zutiefst beunruhigend“ finde. „Es gibt diese Art von Zirkus [im Original: Clown show], der sich in den sozialen Medien und im Fernsehen abspielt, und es scheint, als gäbe es keinerlei Scham mehr dafür bei Menschen, die früher der Meinung waren, man müsse ein gewisses Maß an Anstand und Respekt vor dem Amt wahren, nicht wahr? Das ist verloren gegangen.“ 

Die Antwort darauf werde letztlich das amerikanische Volk geben. „Wir haben das gerade in Minnesota, in Minneapolis, gesehen“, wo viele Menschen gegen das gewaltsame Vorgehen der Einwanderungsbehörden gegen Migranten protestiert haben. „Zumindest ein Großteil der Amerikaner sagt: Wir werden den Werten, an die wir glauben, gerecht werden. Solange Menschen das tun, bin ich zuversichtlich, dass wir diese Krise überstehen werden“, so Obama. 
Die Demokraten sollten das Verhalten Trumps und seiner Regierung nicht für ihre Zwecke kopieren. „Ich will keine rücksichtslose Strategie verfolgen, bei der wir uns nicht um Rechtsstaatlichkeit und die Grundpfeiler unserer Demokratie scheren, sondern lügen und die Wahrheit missachten – so wie es die Gegenseite momentan anscheinend tut. Denn wenn wir so kämpfen, verlieren wir, wofür wir kämpfen.“

Das heiße jedoch nicht, sich einschüchtern zu lassen, betonte Obama. „Ich denke, wir müssen uns ständig fragen: Wie können wir in der jetzigen Situation sicherstellen, dass unsere Ziele so erreicht werden, dass sie dem Wohl der einfachen Bevölkerung dienen, nicht Sonderinteressen oder den Wohlhabenden? Und wie können wir das auf eine Weise tun, die mit Integrität, Ehrlichkeit, Demokratie und den Werten, die wir angeblich hochhalten wollen, vereinbar ist? Ich glaube, das ist möglich.“ 

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