Paprika gesund und lecker zubereiten | ABC-Z

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Pikanter Bohnen-Eintopf mit Paprika (2 Min)
Stand: 13.02.2026 15:00 Uhr
Kaum ein Gemüse ist so vielseitig wie Paprika. Die Schoten schmecken sowohl roh als auch gekocht, gegrillt oder gebraten. Zugleich sind sie sehr gesund. Tipps für Einkauf und Lagerung sowie Rezepte.
Im Handel sind sie in Rot, Gelb, Orange, Grün oder sogar Lila zu finden, als längliche Spitzpaprika ebenso wie als gedrungene Tomatenpaprika. Die Sortenvielfalt ist bei Paprika sehr groß. Je nach Reifegrad ändert das Gemüse seine Färbung. Grüne Paprika werden unreif geerntet und haben ein leicht herbes Aroma, später verfärben sie sich gelb oder orange, das Aroma wird milder. Rote Paprika sind ausgereift und schmecken leicht süßlich. Je nach Sorte können auch lila oder orangefarbige Paprika bereits ausgereift sein.
Von Gemüsepaprika zu unterscheiden sind scharfe Varianten wie Chili oder Peperoni sowie Gewürzpaprika, die für die Herstellung von Paprikapulver verwendet wird. Die aromatischen Schoten werden getrocknet und gemahlen und sind in den Sorten edelsüß, rosenscharf oder geräuchert erhältlich.
Gefüllte Paprika, Gulasch oder Ratatouille – drei Klassiker
In der Küche lässt sich Paprika sehr vielseitig verwenden. Roh schmeckt sie hervorragend mit grünem Salat, Gurken, Tomaten und anderem Gemüse, aber auch kombiniert mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Ebenso gut schmeckt Paprika als Pfannengemüse kurz angebraten, gegrillt oder geschmort.
Ein Klassiker sind gefüllte Paprika. Dazu die Schoten entweder halbieren oder jeweils oben unterhalb des Stiels einen Deckel abschneiden. Das Innere ganz nach Geschmack mit einer Hackmischung oder vegetarisch, beispielsweise mit Gemüsereis oder Bulgur füllen. Anschließend den Paprika-Deckel wieder auf das Gemüse setzen und im Ofen in Tomatensoße oder Brühe schmoren.
Eine weiteres Traditionsgericht mit Paprika ist Gulasch, bei dem das Gemüse mit Tomaten, Zwiebeln, Rindfleisch und reichlich Paprikapulver zubereitet wird. Beim Gemüse-Klassiker Ratatouille spielt die Paprika zusammen mit Auberginen und Zucchini sogar die Hauptrolle.
Rezepte mit Paprika
Paprika schneiden und häuten
Vor der Verarbeitung zunächst das Kerngehäuse samt der weißen Trennwände entfernen und gründlich waschen. Anschließend in Würfel oder Streifen schneiden. Empfindlichen Menschen liegt Paprika wegen ihrer unverdaulichen, festen Schale manchmal schwer im Magen. Dann empfiehlt es sich, sie zu schälen. Dafür entweder einen Sparschäler verwenden oder die Paprika mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und mit kaltem Wasser abschrecken. Die Haut löst sich dann leicht ab.
Gegrillte Paprika für Antipasti
Auch für die Zubereitung als Antipasti sollte die Haut entfernt werden. Die Paprika im Ofen von allen Seiten oder entkernt und in Hälften geschnitten mit der Haut nach oben unter dem Grill kurz rösten, bis die Haut fast schwarz ist. Sie lässt sich dann einfach abziehen, das Gemüse bekommt zugleich ein leckeres Röstaroma.
Paprika-Aufstrich selbst machen
Einfach und schnell zubereitet ist ein Brotaufstrich mit Paprika. Die Schoten kann man entweder roh verwenden und klein würfeln oder für eine würzigere Note im Ofen rösten. Für eine cremige Variante mit Frischkäse oder Quark vermengen, für einen veganen Aufstrich Nusskerne etwa mit Olivenöl und Zitronensaft pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und frischen Kräutern würzen.
Paprika in Öl oder sauer einlegen und fermentieren
Wer Paprika in Öl einlegen möchte, sollte sie ebenfalls zunächst im Ofen grillen und anschließend häuten. Dann gut salzen und würzen, nach Belieben Kräuter und Knoblauch dazugeben und in Gläser füllen. Anschließend mit Olivenöl auffüllen. Eingelegte Paprika sind eine leckere Grill-Beilage. Im Glas halten sie bis zu zwei Wochen.
Ebenso lässt sich Paprika wie anderes Gemüse auch sauer einlegen oder fermentieren und so haltbar machen. In Gläsern hält sie sich monate- und sogar jahrelang. Die Pickles oder das fermentierte Gemüse schmecken zu belegten Broten, Fondue oder Raclette.
Paprika einkaufen
Beim Kauf sollten die Schoten fest sein, schön glänzen und keine Druckstellen aufweisen. Der Stängel sollte ebenfalls frisch aussehen und nicht vertrocknet sein. Das Gemüse reift nicht nach, eine grüne Schote bleibt also grün. Paprika gehört zu den Gemüsesorten, die bei Proben immer wieder mit erhöhten Pestizidwerten aufgefallen sind. Einige dieser Stoffe haften nicht nur an der Oberfläche, sondern können auch in das Gemüse eindringen, sodass sie sich nicht abwaschen lassen. Wer ganz sicher gehen möchte, greift daher besser zu Paprika aus Bio-Anbau.
Paprika richtig aufbewahren und einfrieren
Paprika am besten kühl und dunkel lagern, wenn möglich nicht im Kühlschrank – die Temperaturen dort sind zu niedrig, Optimal für das kälteempfindliche Gemüse ist eine Temperatur um 10 Grad. So halten die Schoten bis zu zwei Wochen. Auch eine bereits angeschnittene Paprika lässt sich aufbewahren. Dann am besten in einer Frischhaltedose im Kühlschrank lagern und innerhalb von vier Tagen verbrauchen. Paprika lässt sich auch einfrieren – roh, geputzt und in Stücke oder Streifen portioniert. Allerdings ist das Gemüse nach dem Auftauen nicht mehr knackig und eignet sich dann eher zum Kochen als zum rohen Verzehr.
Paprika ist sehr gesund
Paprika ist nicht nur äußerst vielseitig, das Gemüse ist auch sehr gesund. Vor allem rote Paprika enthält sehr viel Vitamin C. Das Gemüse ist außerdem reich an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Zink. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wirken antientzündlich, die Ballaststoffe wirken positiv auf die Verdauung.










































