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Sicherheitskonferenz 2026: Selenskij schildert die Folgen des russischen Dauerbombardements – Politik | ABC-Z

Selenskij nennt Putin “Sklaven des Kriegs” und sieht Ukraine irgendwann in der Nato

Der russische Machthaber Putin sei von der Realität des russischen Alltags völlig losgelöst, sagt Selenskij. Putin benehme sich wie ein Zar, sei aber ein „Sklave des Kriegs“. Auf den Bildschirmen werden Zahlen über die russischen Verluste eingeblendet, um Selenskijs These zu stützen, dass dem Kremlchef die Leben der Soldaten egal sind. Im Dezember 2025 hätte die Ukraine 35 000 russische „Besatzer“ getötet, berichtet Selenskij, und im Januar seien es 30 000 tote Russen gewesen. Deutlich mehr Soldaten könne Putin nicht mobilisieren. 
Danach spricht der ukrainische Präsident über die Zukunft und ein mögliches Ende des Kriegs: Nötig seien klare und belastbare Sicherheitsgarantien, um sein Land zu schützen. Man sei weit in den Verhandlungen mit den USA, doch diese Abkommen müssten geschlossen werden, bevor es zu Abmachungen mit Russland über ein Ende des Kriegs komme. „Wir hoffen, dass Trump uns hört. Wir hoffen, dass der US-Kongress und das amerikanische Volk uns hören“, sagt er. 
In der kommenden Woche wollen sich Russland und die Ukraine wieder mit den USA zu Verhandlungen treffen. Er hoffe, dass diese Gespräche konstruktiv werden, doch oft sei es anders gelaufen und man rede aneinander vorbei. Die Russen würden oft vom „Geist von Anchorage“ reden, doch „wir können nur raten, was dies bedeutet“, sagt Selenskij. Die USA würden gern Zugeständnisse verlangen, aber immer nur von der Ukraine. Dass Europa bei diesen Verhandlungen nicht präsent sei, halte er für einen Fehler. Dafür gibt es natürlich viel Applaus im Saal. 

Zum Ende hin wirbt Selenskij wieder dafür, die Ukraine irgendwann in die Nato aufzunehmen. „Ich denke, es wäre nicht sinnvoll, die stärkste Armee Europas außerhalb der Nato zu lassen“, sagt der Ukrainer und verlangt, dass diese Frage zumindest nicht von Putin entschieden werde. Selenskij bietet an, alle Erfahrungen aus dem Krieg mit den Europäern zu teilen: „Unsere Drohnen-Expertise kann eure sein.“ Und er endet mit einem jener emotionalen Appelle, für die er nach fast vier Jahren Krieg bekannt ist: „Bitte schenkt der Ukraine weiterhin Aufmerksamkeit. Denn wenn dies früher passiert wäre, dann hätte dieser Krieg gar nicht erst begonnen.“ 

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