Migration: Städtetag kritisiert Kürzungen bei Integrationskursen | ABC-Z

Der Deutsche Städtetag hat die Kürzungen bei der Bezahlung von Integrationskursen verurteilt. Die angeordneten Zugangsbeschränkungen zu den Sprachkursen für Zuwanderer seien “kein gutes Signal”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Christian Schuchardt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Wie Anfang Februar bekannt wurde, stellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bereits seit Ende November keine Berechtigungsscheine für eine freiwillige Teilnahme an den Kursen mehr aus. Man wolle aufgrund von Einsparungen Geflüchtete mit dauerhafter Bleibeperspektive bei der Teilnahme bevorzugen. Das Vorgehen stieß bei vielen Seiten auf Kritik.
Die freiwilligen Teilnehmer an Integrationskursen würden “rund die Hälfte aller Teilnehmenden” ausmachen, sagte Schuchardt. “Wenn diese Teilnehmer wegbrechen, kann vielerorts die Mindestteilnehmerzahl der Kurse nicht mehr erreicht werden.”
Die in den Kursen vermittelte Sprachkompetenz und das Orientierungswissen über Deutschland sei “der Schlüssel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort”. “Gerade für Integrationswillige brauchen wir Integrationsangebote, ansonsten dauert die Integration einfach viel länger, wenn sie überhaupt gelingt”, warnte Schuchardt.
Eine misslungene Integration hätte für die Kommunen auch finanzielle Folgen, gab Schuchardt zu bedenken. Jeder Geflüchtete und Asylsuchende, der in Arbeit finde, entlaste die Städte von Sozialausgaben. “Ohne Integrationskurse wird eine Arbeitsaufnahme aber fast unmöglich.”





















