Wirtschaft

Kraftstoffpreise an der Autobahn | FAZ | ABC-Z

Diese Woche einen Fehler gemacht. Nicht arg folgenschwer, tut aber weh im Portemonnaie. Auf Fernfahrt geht der Kraftstoff zur Neige, ein Autohof ist nicht in Sicht, also zur Tankstelle entlang der Autobahn. Der Liter Super E10 für 2,269 Euro. Zu Hause fällt der Blick auf die Anzeigetafel der örtlichen Tankstelle, 1,759 Euro. 50 Cent Unterschied je Liter erscheinen recht üppig, es tauchen Fragen auf.

Muss ein Tanklastwagen entlang der Autobahn weitere Wege fahren? Ist die Pacht dort höher? Wird dem Autobahnsprit Gold beigemischt? Wollen uns die Konzerne ausrauben? Anfrage bei Tank & Rast, dem größten Betreiber.

„Wir und unsere Franchisepartner haben keinen Einfluss auf die Verkaufspreise für Kraftstoffe an Autobahnen. Die Kraftstoffpreise werden allein von den jeweiligen Mineralölanbietern festgelegt. Über die Entscheidungsfindung der Mineralölgesellschaften besitzt Tank & Rast keine belastbaren Informationen. Grundsätzlich hat Tank & Rast ein hohes Interesse an wettbewerbsfähigen Kraftstoffpreisen: Sind Kraftstoffpreise attraktiv, steuern Reisende verstärkt unsere Standorte an.“

Also fragen wir einen Mineralölkonzern, Aral nämlich. „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns aus rechtlichen Gründen grundsätzlich nicht zur Preisbildung an Tankstellen äußern. Die überwiegende Zahl der Autobahnrastanlagen befindet sich im Eigentum der Tank & Rast, die als Konzessionsinhaber Autobahntankstellen in einem Bieterverfahren an Tankstellenbetreiber verpachtet.“

Verwiesen wird noch auf die Hauptkomponenten Steuern und Abgaben, Einkaufspreis sowie Kosten für Logistik, Verwaltung, Vertrieb. Und intensiven Wettbewerb, soll heißen mit Shell, Total, BP, Agip oder Esso. Funktioniert offenbar blendend. Das Schwarze-Peter-Versteckspiel finden wir ein bisschen blamabel. Zum Glück ist niemand gezwungen, an der Autobahn zu tanken. Ratschlag: Besser planen, nie mehr dorthin fahren.

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