Münchner Sicherheitskonferenz: Wadephul kündigt selbstbewussten Umgang mit USA an | ABC-Z

Außenminister Johann Wadephul
(CDU) hat vor der Münchner Sicherheitskonferenz einen selbstbewussten
Auftritt Deutschlands gegenüber den USA angekündigt. Deutschland verfolge “eine Linie, die auf
Verständigung auf ein Miteinander mit den USA angelegt ist – mit dem
gesunden Selbstbewusstsein, das wir hier beitragen können”, sagte Wadephul
am Freitag im ARD-Morgenmagazin.
Deutschland sei in der Rolle, “den Vereinigten
Staaten von Amerika zu sagen, was auf dem Spiel steht” – und werde das auch tun, sagte Wadephul
mit Blick auf die Nato. Es gehe darum klarzumachen, “dass auch sie
Europa brauchen werden,
dass es sinnvoll ist, dass wir zusammenstehen und das auch in dieser
Gemeinschaft mehr Gemeinschaftssinn gefordert ist.” Dies erwarte
Deutschland von den USA.
Wadephul sieht Nato unter Druck
In der Nato gebe es “eine Entfremdung” und “Irritationen” über manche
Äußerungen aus Washington. “Natürlich steht dieses Bündnis auch unter
Druck”, sagte Wadephul. Darüber werde in München gesprochen. “Wir wollen
gemeinsam definieren, was uns zusammenhält, was
die Nato bedeutet”, sagte er. Das Wichtigste sei dabei, “dass wir
Europäer
zusammenstehen”.
Deutschland leiste schon jetzt “sehr viel” zur Stärkung des
europäischen Pfeilers der Nato, sagte Wadephul. Es sei der größte Unterstützer der
Ukrainer, stationiere eine ständige Brigade in
Litauen und werde das Ausgabenziel von fünf Prozent der
Wirtschaftsleistung bei Verteidigung “schneller als andere” erreichen.
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