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Westen vermacht mehr als Osten: Ostbeauftragte will Erbschaftsgefälle ausgleichen | ABC-Z

Westen vermacht mehr als OstenOstbeauftragte will Erbschaftsgefälle ausgleichen

13.02.2026, 00:01 Uhr

Die SPD-Politikerin Kaiser: Die Erbschaftssteuer soll “gerechter” werden. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Bei den Nettovermögen in Deutschland gibt es ein klares Ost-Westgefälle. Das spiegelt sich in der Höhe der Erbschaften wider. Die Beauftragte der neuen Bundesländer möchte deshalb mit einer Reform bei großen Vermögen für eine Angleichung sorgen.

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hat eine anhaltende Ungleichheit bei den Erbschaften von Ost- und Westdeutschen beklagt. “Personen in ostdeutschen Bundesländern erhalten seltener Schenkungen und Erbschaften als in westdeutschen Bundesländern”, sagte eine Sprecherin der SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). “Zusätzlich sind die Summen der Transfers wesentlich geringer.” So habe die durchschnittliche Höhe von Erbschaften zuletzt für Westdeutschland bei 92.000 Euro und in Ostdeutschland bei 52.000 Euro gelegen.

Ursache sei die unterschiedliche Höhe der Nettovermögen. Haushalte im Osten verfügten demnach 2023 über im Schnitt 170.100 Euro, Haushalte im Westen über 364.900 Euro. “Immer mehr Ostdeutsche haben das Gefühl, wegen ungerecht verteilter Startbedingungen dauerhaft benachteiligt zu sein”, so die Sprecherin. Denn die geringeren Vermögen vieler Ostdeutscher hätten nichts mit ihrer Lebensleistung zu tun.

“Erbschaftssteuer gerechter gestalten”

Die Ostbeauftragte Kaiser sagte dem RND: “Mir liegt es am Herzen, die Erbschaftsteuer gerechter und unkomplizierter zu gestalten. Derzeit werden Erben sehr großer Vermögen durch zahlreiche Ausnahmen und Sonderregelungen verschont.” Ziel sei ein einfacheres System “ohne Schlupflöcher für extrem große Vermögen”.

Die SPD-Politikerin betonte: “Das eingesparte Geld könnte dann in unser Land zurückfließen – in Schulen, Kindertagesstätten und eine bessere Bildung. Auch der Erwerb von Wohneigentum, zu dem viele in Ostdeutschland nicht in der Lage sind, könnte mit den Einnahmen gezielt unterstützt werden, und so eine bessere Vermögensverteilung erreicht werden. Gleichzeitig sollten wir Wege suchen, wie wir das Gefälle bei den Steuereinnahmen zwischen dem Westen mit vielen und großen Erbschaften sowie dem Osten mit wenigen zu versteuernden Erbschaften solidarisch ausgleichen.”

Quelle: ntv.de, mau

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