Olympia: Russland begrüßt Ausschluss von ukrainischem Skeletoni Heraskewytsch | ABC-Z

Russland hat den Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladyslaw Heraskewytsch bei den Olympischen Winterspielen begrüßt. Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin, sagte der russischen Sportzeitung Sport-Express: “Sport sollte nicht politisiert werden.” Das Thema wurde breit diskutiert in dem Land, das wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine bei Olympia nicht zugelassen ist und sich nur von einigen Sportlern mit neutralem Status vertreten sieht.
Die Disqualifikation von Heraskewytsch zeige, dass jene, die Sportveranstaltungen als Plattform für politische Propaganda nutzen wollten, einen Dämpfer erhielten, sagte der Vizevorsitzende im Sportausschuss des Parlaments, Amir Chamitow. “Die Regeln gelten für alle”, sagte der Duma-Abgeordnete der russischen Staatsagentur Tass. “Natürlich ist das für solche Teilnehmer eine unangenehme Erkenntnis, aber hier muss man sich entscheiden: Ist man Sportler oder politischer Agitator?”, sagte er.
Ukrainische Rodler zeigen Solidarität
Heraskewytsch wollte trotz eines Verbots und mehrfacher Warnungen des IOC nicht auf das Tragen des Helms mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen in der olympischen Entscheidung verzichten. Daruafhin wurde er disqualifiziert. Das IOC und der zuständige Weltverband stützten sich beim Ausschluss von Heraskewytsch auf die Richtlinien der Olympischen Charta, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Olympischer Spiele politische Botschaften während eines laufenden Wettbewerbs untersagt. Seine Akkreditierung durfte Heraskewytsch dennoch behalten. Gegen seinen Ausschluss hat er Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt.
Ukrainischen Rodlerinnen und Rodler haben sich bei den Olympischen Winterspielen mit ihrem Landsmann solidarisiert. Nach ihrem Rennen in der Team-Staffel im Ziel angekommen, knieten sich Julianna Tunyzka, Andrij Mandsij, Ihor Hoj, Nasarij Katschmar, Olena Stezkiw und Olexandra Moch gemeinsam hin und hielten ihre Helme hoch.
In der sogenannten Leaders-Box, in der sich die jeweils Führenden während eines Rennens versammeln, präsentierten sie sich daraufhin demonstrativ mit einer ukrainischen Fahne. Zudem riefen die Rodler unter anderem die Botschaft “Wlad, wir sind bei dir. Ukraine, wir sind bei dir” in die Kamera, waren dabei aber kaum zu verstehen. Auf die Helm-Geste reagierte Heraskewytsch bei X mit einem Herz-Emoji. Das Team landete am Ende beim Sieg der deutschen Auswahl auf dem sechsten Platz.





















