Investor für Domo-Werk in Premnitz gesucht | ABC-Z

In Premnitz hat die Domo Engineering Plastics GmbH rund 70 Mitarbeitende. Ihre Löhne zahlt bis Ende März die Bundesagentur für Arbeit. Es habe sich Verunsicherung bei den Mitarbeitern breit gemacht, weiß der Premnitzer Bürgermeister Thomas Rosenberg (parteilos). Es sei für die Seele der Menschen nicht leicht, führte er im Gespräch mit dem rbb weiter aus. Aber auch für die Stadt hätte eine Schließung des Werkes Folgen. Gewerbeeinnahmen würden künftig ausbleiben, so Rosenberg. Ein weiteres Problem: “Wir haben hier im Verbund abhängige Unternehmen, die dann auch betroffen sind.”
1915 siedelte sich in Premnitz eine Pulverfabrik für Schießpulver an. Dadurch wurde das kleine Fischerdorf rasch industrialisiert. Diese Chemieindustrie prägte die Stadtentwicklung massiv, mit bis zu 7.500 Beschäftigten in der Spitze. Bis heute gilt die Stadt als Chemiestandort.
Nun droht aber die Schließung des Domo-Werks. Die Herausforderung sei, dass ein Großteil der Akteure in Sachsen-Anhalt sitzen, erläuterte Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD). Daher sei es ein Stück weit komplizierter – weil Premnitz bei der Produktion von Leuna abhängig ist. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Flöther könne das Premnitzer Unternehmen grundsätzlich, aber auch einzeln an einen neuen Investor verkauft werden. Die Rohstoffe müssten dann aber von woanders bezogen werden.





















