Ausschluss von Winterspielen: Ukrainer darf Olympia-Akkreditierung trotz Disqualifikation behalten | ABC-Z

Wladislaw Heraskewytsch, der wegen seines Helms vom Wettkampf ausgeschlossen wurde, darf doch bei Olympia vor Ort sein. Das IOC nahm den Entzug der Akkreditierung zurück.
© Odd Andersen/AFP/Getty Images
Der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch darf seine Akkreditierung für die Olympischen Winterspiele in Italien trotz seines Ausschlusses aus dem Skeleton-Wettbewerb behalten. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, nahm die Disziplinarkommission den Entzug der Zugangsberechtigung auf Antrag von IOC-Chefin Kirsty Coventry zurück.
Das bedeutet, dass Heraskewytsch sich auch weiterhin in Bereichen wie dem olympischen Dorf aufhalten und Wettbewerbe vor Ort verfolgen darf. Seine Disqualifikation vom Wettkampf bleibt von der Entscheidung unbeeinflusst. Dass Heraskewytsch seine Akkreditierung zurückerhält, sei eine Ausnahme und eine Reaktion auf ein “äußerst respektvolles Gespräch” zwischen Heraskewytsch und Coventry, teilte das IOC mit.
Heraskewytsch plant, Sportgerichtshof anzurufen
Rund drei Stunden vor der Entscheidung war Heraskewytsch vom ersten Durchgang des Skeleton-Wettbewerbs disqualifiziert worden, weil er einen Helm tragen wollte, auf dem Bilder von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen zu sehen sind. Wegen der Ankündigung war der 27-Jährige mehrere Tage im Konflikt mit dem IOC. Das Komitee sieht in dem Helm einen Verstoß gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen an Wettkampforten untersagt.
Heraskewytsch bezeichnete den Ausschluss vom olympischen Wettbewerb als einen “riesigen Fehler”. Der Ukrainer kündigte an, vor den Sportgerichtshof Cas zu ziehen.





















