Wohnen

Totes Kind und Schwerverletzte bei Hochhausbrand in Berlin – Panorama | ABC-Z

Nach dem verheerenden Brand in einem Hochhaus im Berliner Osten ist ein Kind gestorben, der Zustand eines weiteren Kindes und einer Frau ist unklar. Alle drei waren laut Feuerwehr bewusstlos auf dem Hausflur auf der Etage der Brandwohnung gefunden und unter Reanimationsmaßnahmen ins Krankenhaus gebracht worden. 20 Wohnungen in dem Komplex mit schätzungsweise mehr als 150 Einheiten seien vorerst nicht bewohnbar, sagte ein Sprecher. Wie viele Verletzte es insgesamt gab, war auch nachts noch unklar. Vorherigen Angaben nach geht die Feuerwehr allerdings von einer Vielzahl von Verletzten aus. Schwerverletzt wurde neben der Frau und dem Kind eine weitere Person.

Das Feuer war am Mittwochabend in einer Wohnung eines 20-geschossigen Gebäudes im Ortsteil Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg ausgebrochen. Es breitete sich rasant aus, da das Apartment den Angaben nach mit zahlreichen Gegenständen zugestellt war. Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannte die Wohnung bereits komplett, im ganzen Gebäude breitete sich Rauch aus. Aus den Fenstern schlugen Flammen. Im Hausflur nahe der Brandwohnung entdeckten die Einsatzkräfte die zwei Kinder und die Frau bewusstlos und brachten sie ins Freie.

Bewohner machten an Fenstern auf sich aufmerksam

Der Bewohner der Wohnung hatte sich laut Feuerwehr selbst nach draußen retten können. Auch andere Bewohner des Hauses gelangten dem Sprecher zufolge selbst ins Freie, viele andere wählten den Notruf oder machten an den Fenstern auf sich aufmerksam. Sie wurden von Feuerwehrtrupps durch das Treppenhaus nach draußen gebracht. Insgesamt sammelten sich vor dem Haus so 70 Bewohner, wie der Sprecher mitteilte. Insgesamt prüften die Einsatzkräfte bei dem Brand etwa 60 Wohnungen.

Viele Bewohner mussten erst einmal anderweitig unterkommen. In manchen der unbewohnbaren Einheiten gebe es keinen Strom und kein Wasser, andere seien so verraucht, dass man dort nicht schlafen könne. Wer nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkam, konnte heute in einer nahegelegenen Turnhalle schlafen. Der Bezirk versuche, für die Zeit danach Wohnungen und Hotels zu organisieren, hieß es.

Die Feuerwehr sei in der Spitze mit rund 170 Kräften im Einsatz gewesen, hieß es. Auch eine Einheit für die Bewältigung eines Massenanfalls an Verletzten war demnach vor Ort. Die Polizei ermittle zur Ursache. Einsturzgefährdet war das Haus nicht.

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