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Olympia 2026: Blutende Hand behandelt – Deutscher Curler Scheuerl wischt sich Finger wund | ABC-Z

Das Duell gegen Kanada wird für einen aus dem deutschen Curling-Team zur schmerzhaften Angelegenheit. Außerdem: Die Rodel-Festspiele des deutschen Teams gehen weiter – Tobias Arlt und Tobais Wendl gewinnen im Doppelsitzer Bronze. Alle News im Olympia-Ticker.

Vom 6. bis zum 22. Februar finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Olympischen Winterspiele statt. Rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen kämpfen in 116 Wettbewerben um die Medaillen. Bleiben Sie mit dem WELT-Liveticker stets auf dem Laufenden über alles Wissenswerte von Olympia:

22.12 Uhr: Curling-Männer verpassen Auftakt-Coup gegen Kanada

Die deutschen Curling-Männer sind mit einer hauchdünnen Niederlage ins Olympia-Turnier gestartet. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz verlor gegen den Weltranglistenzweiten und Medaillenkandidaten Kanada dramatisch mit 6:7. Die Entscheidung fiel erst im Extra-End. Mitunter schmerzhaft war die Partie in Cortina d’Ampezzo für Johannes Scheuerl. Der 23-Jährige wischte sich die Finger wund und wurde zwischenzeitlich an der blutenden rechten Hand behandelt.

Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Uli Kapp ist am Donnerstag Norwegen. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen in Norditalien um die Medaillen. Die besten vier Teams der Vorrunde, in der jeder gegen jeden antritt, erreichen das Halbfinale. Die deutschen Männer hatten sich mit Platz acht bei der WM 2025 erstmals seit zwölf Jahren wieder für Winterspiele qualifiziert. Die Frauen verpassten die Olympia-Teilnahme.

21.03 Uhr: Eisschnellläufer Sonnekalb verpasst Medaille deutlich

Eisschnelllauf-Hoffnung Finn Sonnekalb hat eine Medaille bei seinem Olympia-Debüt deutlich verpasst. Der 18-Jährige musste sich über die 1000 Meter in 1:08,80 Minuten mit einem enttäuschenden zwölften Platz begnügen. Gold holte dank eines fulminanten Schlussspurts US-Star Jordan Stolz mit einer olympischen Rekordzeit von 1:06,28 Minuten. Zweiter wurde der Niederländer Jenning De Boo vor Zhongyan Ning aus China.

Einen Streit gab es zwischen dem Niederländer Joep Wennemars und dem Chinesen Ziwen Lian nach ihrem Rennen. Lian behinderte Wennemars beim Bahnwechsel, woraufhin der Oranje-Läufer viel Zeit einbüßte und um seine Medaillenchance gebracht wurde. Die vielen niederländischen Fans im Milano Speed Skating Stadium reagierten mit einem Pfeifkonzert. Der Chinese wurde anschließend disqualifiziert. Wennemars durfte unter tosendem Applaus der Oranje-Anhänger noch mal ran, konnte sich aber nicht verbessern und blieb Fünfter. Moritz Klein belegte als zweitbester Deutscher den 15. Rang, Hendrik Dombek landete einen Platz dahinter.

20.25 Uhr: Die Rodel-Tobis holen im Doppelsitzer Bronze

Tobias Wendl und Tobias Arlt haben für die nächste deutsche Rodel-Medaille gesorgt. Das Duo fuhr im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo im Doppelsitzer auf den dritten Platz. Gold ging an die Italiener Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner, Platz zwei sicherten sich die Österreicher Thomas Steu und Wolfgang Kindl.

Für das deutsche Team war es die vierte Rodel-Medaille nach den Olympiasiegen von Max Langenhan und Julia Taubitz im Einsitzer sowie der Silbermedaille von Dajana Eitberger und Magdalena Matschina im Doppelsitzer der Frauen. In einem hochspannenden Wettbewerb im neu gebauten Cortina Sliding Centre hatten Wendl und Arlt nur 0,09 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Italiener.

19.10 Uhr: Eishockey: Finnland verliert überraschend gegen die Slowakei

Das Eishockey-Turnier der Männer ist mit einer großen Überraschung gestartet. Mit-Favorit Finnland unterlag im Eröffnungsspiel der Slowakei 1:4.

18.44 Uhr: Drittgrößtes deutsches Team bei Winter-Paralympics

Das deutsche Team wird bei den Paralympics in Mailand und Cortina d’Ampezzo mit dem drittgrößten Aufgebot seiner Geschichte antreten. Für die Spiele der Behindertensportler nominierte das Nationale Paralympics Komitee vorerst 38 Athleten und Athletinnen. Durch sogenannte Wildcards könnten noch weitere Startplätze hinzukommen, teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mit.

„Es ist eine Mannschaft mit vielen spannenden Charakteren und Geschichten, gleichzeitig ist es eine Mannschaft mit Potenzial und Perspektive. Mit Blick auf die Anzahl an Gesamtmedaillen wollen wir es unter die besten sechs Nationen schaffen“, erklärte Leistungssport-Chef Marc Möllmann, der auch erstmals Chef de Mission sein wird. Bei den Winter-Paralympics vom 6. bis 15. März sind deutsche Sportler zum ersten Mal in fünf Sportarten dabei. Lediglich das Rollstuhl-Curling findet ohne deutsche Beteiligung statt. Insgesamt werden 79 Entscheidungen in sechs Sportarten fallen.

15.35 Uhr: Preuß und Voigt gehen im Biathlon leer aus

Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß muss nach zwei späten Schießfehlern weiter auf ihre erste olympische Einzelmedaille warten. Die 31-Jährige hat in Antholz über 15 km die Chance auf Gold, belegt am Ende nach zwei Fehlern im letzten Schießen aber den zehnten Platz. Beste Deutsche wird Vanessa Voigt, die wie schon vor vier Jahren in Peking den vierten Rang belegt.

Den Olympiasieg sichert sich Julia Simon (1 Fehler) aus Frankreich vor ihrer Teamkollegin Lou Jeanmonnot (2). Bronze sichert sich sensationell die Bulgarin Lora Hristova (0). Dahinter fehlen Voigt nach einem fehlerfreien Auftritt nur 13 Sekunden auf Bronze. Diese Zeit verlor sie auf dem Schießstand. Dort verbrachte sie 27 Sekunden mehr als die Bulgarin.

15.01 Uhr: Eishockey-Frauen wissen nicht, wann sie spielen

Die deutschen Eishockey-Frauen müssen länger als von ihnen erhofft auf den Termin ihres Viertelfinals warten. Die Spiele sollen erst nach dem auf Donnerstag verlegten letzten Vorrundenspiel Kanada gegen Finnland angesetzt werden.

Nach dem ursprünglichen Spielplan hätte Deutschland als Zweiter der Gruppe B am Freitag wieder spielen müssen. Laut DEB findet das K.-o.-Spiel mit großer Wahrscheinlichkeit gegen Kanada nun jedoch erst am Samstag statt. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es aber noch nicht. Das Vorrundenspiel Kanadas gegen Finnland war verlegt worden, weil es in der vergangenen Woche bei den Finninnen einen Norovirus-Ausbruch gegeben hatte.

14.16 Uhr: Kombinierer Geiger bricht in der Schlussrunde ein

Die hoch gehandelten Nordischen Kombinierer aus Deutschland gehen im Einzel leer aus. Vinzenz Geiger, nach dem Skispringen Achter, fuhr im Langlauf lange in der Spitzengruppe mit. In der letzten Runde brach er aber ein und musste abreißen lassen.

Am Ende hatte Geiger als Zehnter auf den norwegischen Sieger Jens Oftebro fast zwei Minuten Rückstand. Johannes Rydzek überholte Geiger noch und belegte als bester Deutscher den achten Platz. Silber sicherte sich Johannes Lamparter aus Österreich. Bronze ging im italienischen Tesero überraschend an den Finnen Eero Hirvonen.

13.38 Uhr: Deutsches Snowboard-Trio ausgeschieden

Die deutschen Snowboarderinnen haben auf der Halfpipe den Finaleinzug verpasst. Nach zwei Versuchen in der Qualifikation fehlten Leilani Ettel auf dem 13. Platz 7,75 Punkte für das Weiterkommen. Nur die besten zwölf Starterinnen dürfen weiter auf Medaillen im Livigno Snow Park hoffen. Leilanis sechs Jahre jüngere Schwester Kona Ettel (18.) scheiterte ebenso wie auch Anne Hedrich (21.).

Die zweimalige Halfpipe-Olympiasiegerin Chloe Kim aus den USA geht derweil als Favoritin in das Finale am Donnerstag (19.30 Uhr). Mit einer weiteren Goldmedaille wäre sie die erste Snowboarderin mit drei Olympiasiegen.

12.52 Uhr: Van Allmen gewinnt seine dritte Goldmedaille

Franjo von Allmen schwingt sich zu einem der Superstars der Spiele auf. Der Skifahrer gewann am Mittag auch den Super-G und feierte seine dritte Goldmedaille. Der 24-jährige Schweizer setzte sich in Bormio gegen den Amerikaner Ryan Cochran-Siegle und seinen favorisierten Landsmann Marco Odermatt durch.

Van Allmen hatte am Samstag bereits Gold in der Abfahrt gewonnen. Montag triumphierte er gemeinsam mit Tanguy Nef in der Team-Kombination. Es ist ein historischer Triumph: Von Allmen ist nach dem Österreicher Toni Sailer (1956) und Jean-Claude Killy aus Frankreich (1968) erst der dritte männliche Skirennfahrer, der dreimal Gold bei denselben Winterspielen gewonnen hat.

12.12 Uhr: Gerücht über neuen Skisprung-Bundestrainer

Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband hat ausweichend auf Gerüchte um einen neuen Bundestrainer im Skispringen reagiert. Zuletzt hatte es Spekulationen um den Österreicher Alexander Stöckl als Nachfolger von Landsmann Stefan Horngacher als deutscher Nationalcoach gegeben. Horngacher hört nach dieser Saison auf.

„Ich kann da nur sagen, dass ich mich im Moment nur auf Olympia konzentriere, dass das ein oder andere Gespräch parallel läuft, aber dass es glaube ich hier der ganzen Olympic Family nicht gerecht werden würde, wenn wir das ganze Thema zu sehr bespielen“, sagte Hüttel in Predazzo. „Deswegen will ich jetzt hier auch keine Wasserstandsmeldungen rausgeben.“ Mitte/Ende März werde man Klarheit haben, sagte der 57-Jährige.

11.35 Uhr: Eiskunstläufer Naumov gedenkt verunglückten Eltern

Nachdem Maxim Naumov bei seiner Olympia-Premiere im Einzel sein Kurzprogramm absolviert hatte, hielt der Amerikaner ein Foto in die Kamera und drückte ihm einen Kuss auf. Das Bild zeigt den Amerikaner als kleinen Jungen an der Seite seiner Eltern, die diesen Moment nicht mehr miterleben können.

Evgenia Shishkova und Vadim Naumov waren am 29. Januar 2025 bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Sie saßen im American-Airlines-Flug 5342, der in Washington mit einem Black-Hawk-Hubschrauber der US-Armee kollidierte. Beide Maschinen mit insgesamt 67 Menschen an Bord stürzten in den Potomac River. Bei dem Unfall gab es keine Überlebenden.

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