Politik

Jeffrey Epstein: US-Justizministerin verteidigt Umgang mit Epstein-Akten | ABC-Z

US-Justizministerin Pam Bondi
hat Kritik am Umgang mit den Ermittlungsakten zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurückgewiesen. Ihr Ministerium habe mehr als drei Millionen Seiten Dokumente
freigegeben und das “Beste getan, um die Opfer zu schützen”, sagte Bondi bei einer Anhörung im US-Kongress.

Gleichzeitig räumte die Justizministerin nach entsprechenden Vorwürfen ein, dass “versehentlich” Namen
von Opfern veröffentlicht worden seien. Diese seien nach Hinweisen “umgehend” geschwärzt worden. 

Der führende Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, Jamie Raskin, warf Bondi eine “massive Epstein-Vertuschungsaktion” vor. Von insgesamt rund sechs
Millionen Dokumenten, Fotos und Videos habe das Ministerium nur gut die
Hälfte veröffentlicht. Zudem seien die Namen zahlreicher “Täter,
Helfer, Mitläufer und Mitverschwörer” Epsteins geschwärzt worden,
während die Namen der Opfer in einigen Fällen nicht wie vorgeschrieben
unkenntlich gemacht worden seien. 

Die demokratische Abgeordnete Pramila Jayapal forderte Bondi auf, sich bei Epsteins Opfern zu entschuldigen. Bondi fragte sie daraufhin, warum sie dies nicht ihren Vorgänger unter US-Präsident Joe Biden gefragt hätte und warf ihr “Theatralik” vor. 

Bondi verteidigt Donald Trump

Es kam bei der Anhörung wiederholt zu Auseinandersetzungen mit demokratischen Abgeordneten. Bondi brüllte
sie an, machte sich über sie lustig und lobte dabei gleichzeitig die
Amtsführung von US-Präsident Donald Trump. “Sie sitzen hier und greifen den
Präsidenten an, und das werde ich nicht zulassen”, sagte Bondi.

Der Kongress hatte die Regierung von US-Präsident Trump
gesetzlich verpflichtet, die meisten Dokumente und Ermittlungsunterlagen im Fall Epstein offenzulegen. Mitte Dezember hatte das Justizministerium damit begonnen, Akten zu veröffentlichen. Kurz danach waren einige Dateien wieder verschwunden. Bondis
Stellvertreter Todd Blanche sagte dazu, dass die plötzliche Löschung
auf Bitten von Betroffenen erfolgt sei. Die entfernten Fotos zeigten
potenzielle Opfer, die zuvor nicht als solche identifiziert worden
seien, hieß es.

Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Fall Jeffrey Epstein in unserer Timeline.

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