Besucherrekord im Kronberger Opel-Zoo wegen Elefantenbaby | ABC-Z

Können Sie sich noch an Ali erinnern? Falls ja, sind Sie in Hessen definitiv nicht allein. Auch von dem 2004 gestorbenen Elefantenbullen abgesehen, haben sich in den vergangenen 70 Jahren im Opel-Zoo tonnenweise Erinnerungen angesammelt. Manche Hessen sind in Kronberg zum ersten Mal geritten, auf einem Pony oder sogar zwischen den Höckern eines Kamels. Anderen hat sich der Anblick der Flusspferde im Becken eingebrannt. Oder der eigene in einem der Zerrspiegel am Spielplatz.
Seit gut acht Monaten gibt es im Elefantenhaus Stoff für neue Geschichten. Etwas mehr als 21 Jahre nach der Nachricht vom Tod des Siebentonners Ali konnte der Zoo Ende Mai 2025 die Geburt des 97-Kilo-Kalbs Kaja melden. Das unfassbar niedliche Tier ist der Lohn für 15 Jahre Vorarbeit. Denn es ist knifflig, eine für die Zucht passende Elefantenherde zusammenzustellen, und aufwendig, eine Elefantenanlage so zu bauen, dass ein Bulle vereinzelt werden kann. Die Geburt krönt insofern auch die Laufbahn von Zoodirektor Thomas Kauffels, der den 1956 eröffneten Opel-Zoo seit bald 28 Jahren leitet. Der promovierte Zoologe hat vor dem Studium lange als Tierpfleger gearbeitet. Wer mit ihm auf dem Gelände im Taunus unterwegs ist, merkt ihm das an – nicht zuletzt im Umgang mit der immer noch kleinen, wenn auch bald 300 Kilo schweren Kaja.
Wegen des Jungtiers kommen manche Jahreskarteninhaber täglich. Insgesamt hat der Zoo voriges Jahr mehr als 648.000 Besucher gezählt, mehr als jemals zuvor in den bald 70 Jahren seines Bestehens. Das liegt an Kaja, an der ebenfalls 2025 geborenen Netzgiraffe Kianga und am Wetter. Mit Sicherheit hat es aber auch mit der guten Arbeit zu tun, die das Team im Zoo ganz offensichtlich leistet, vom Direktor über die Tierärztin und die Tierpfleger bis zu den Mitarbeitern von Kommunikation und Zoopädagogik. So gibt es ein umfangreiches Angebot für Kinder und Jugendliche.
Das alles ist auch deshalb erwähnenswert, weil sich der Opel-Zoo in privater Trägerschaft einer Stiftung selbst finanziert, also vor allem über die Eintrittspreise, die nicht subventioniert sind. Erwachsene zahlen 18,50 Euro, was angesichts des Angebots als absolut fairer Preis erscheint. Im Jubiläumsjahr treibt der Zoo derweil ein weiteres Großvorhaben voran: Sobald der Bauantrag genehmigt ist, beginnen die Arbeiten für eine Anlage für Panzernashörner und andere asiatische Arten.





















