Institut der deutschen Wirtschaft: Karneval sorgt laut Prognose für Umsatz von zwei Milliarden Euro | ABC-Z

Der Karneval
dürfte der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr trotz einer deutlich kürzeren Saison
rund zwei Milliarden Euro Umsatz bescheren. Das haben Ökonomen am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Studie berechnet, die der Rheinischen Post
vorliegt. Rund 900 Millionen Euro sollen allein in die Gastronomie fließen,
heißt es darin. Auch der Einzelhandel, Transport und Hotels profitieren demnach.
“Karneval schafft
für ein paar Tage Abstand von den schlechten Nachrichten und rückt das
Gemeinsame in den Mittelpunkt”, sagte IW-Ökonom Marc Scheufen. Das sei nicht
nur gut für das eigene Wohlergehen, sondern auch für die Wirtschaft.
Karnevalshochburg Köln profitiert am meisten
Der
Karnevalshochburg Köln dürfte das jecke Treiben laut IW dieses Jahr 850
Millionen Euro bringen. Mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent an den Gesamtumsätzen
kommt der rheinischen Metropole damit eine zentrale Bedeutung für den Karneval
als Wirtschaftsfaktor zu.
Insgesamt liege
der Umsatz rund 100 Millionen Euro unter dem des Vorjahres – damals war die
Karnevalssaison mit 115 Tagen aber auch 15 Tage länger als die diesjährige. Der
Grund dafür ist das frühe Osterfest 2026.
Die Gastronomie erzielt grundsätzlich mit einem Anteil von rund 900 Millionen Euro die höchsten Umsätze während des Karnevals. Aber auch andere Branchen profitieren
laut der IW-Prognose. Im Einzelhandel erwarten die Ökonomen einen
karnevalsbedingten Umsatz von 400 Millionen Euro – für Kostüme, Kamelle und
andere Karnevalsartikel. Für Transportmittel wie Bus und Bahn dürften rund 290
Millionen Euro Umsatz anfallen. Ausgaben für Übernachtungen dürften mit rund
210 Millionen Euro zu Buche schlagen. Weitere 162 Millionen Euro könnten laut
IW-Berechnungen in Tickets oder den Wagenbau fließen.
Wer in Köln übernachtet, zahlt mehr
Die Zahlen des
Wirtschaftsinstituts zeigen auch, dass Jecken für Übernachtungen in Köln in
diesem Jahr deutlich höhere Preise zahlen müssen als etwa in Düsseldorf oder
Mainz. In der Rheinmetropole kostet demnach eine Übernachtung während der
Hauptkarnevalstage im Schnitt fast 90 Euro mehr als im Vergleichszeitraum – ein
Aufschlag von rund 66 Prozent.
In Städten wie
Bremen oder Rottweil sind die Übernachtungspreise laut IW um mehr als zehn Prozent gestiegen, in Düsseldorf und Mainz sind sie dagegen leicht gesunken. Das
liege auch daran, dass Düsseldorf und Mainz vor allem Besucher aus der Region
anziehen würden, während Köln viele Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland
verzeichne.




















