Renée Nicole Good: Zahlreiche Festnahmen nach Protesten in Minneapolis | ABC-Z

Etwa einen Monat nach den tödlichen Schüssen eines Mitarbeiters der US-Einwanderungsbehörde ICE auf die US-Bürgerin Renée Nicole Good ist es in Minneapolis erneut zu Protesten gekommen. Dabei wurden viele Menschen von der Polizei festgenommen.
Zahlreiche Demonstrierende hatten sich vor einem Bundesgebäude in der Stadt versammelt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite warfen einige von ihnen Flaschen und Sexspielzeug auf eine Reihe von Polizisten, die den Eingang bewachten.
Mindestens 42 Festnahmen
Nach Angaben des Sheriffbüros von Hennepin County wurden aus der Menschenmenge Eisbrocken geworfen und es kam zu Sachbeschädigungen. Daraufhin habe die Polizei damit begonnen, einzelne Personen festzunehmen. Zudem sei ein Beamter am Kopf verletzt worden, und die Windschutzscheibe eines Einsatzfahrzeugs sei zerstört worden.
Die Polizei erklärte die Versammlung für illegal und forderte die Demonstrierenden auf, das Gelände zu verlassen. Viele folgten dieser Aufforderung, wie die Zeitung Star Tribune berichtete. Etwa 100 Menschen suchten jedoch weiter die Auseinandersetzung mit der Polizei. Insgesamt wurden mindestens 42 Personen festgenommen, wie der Fernsehsender KSTP unter Berufung auf das Sheriffbüro meldete.
Proteste gegen ICE
Good war Anfang Januar in ihrem Wagen von einem ICE-Agenten erschossen worden. Mitglieder der Regierung von Präsident Donald Trump erklärten, die 37-Jährige habe den Beamten mit ihrem Auto zu erfassen versucht. Lokalpolitiker und Demonstranten wiesen die Darstellung unter Verweis auf zahlreiche Handyaufnahmen von Augenzeugen zurück.
Nur wenige Wochen später wurde der ebenfalls 37-jährige Alex Pretti in Minneapolis von Bundesbeamten erschossen. Auch in diesem Fall sprachen Vertreter der Trump-Regierung von Notwehr, obwohl Handyvideos einen anderen Eindruck vermitteln. Die Todesfälle haben landesweit Proteste gegen das Vorgehen der Bundesbehörden und die harte Migrationspolitik Trumps ausgelöst.





















