Kühner Plan mit Sonnenenergie: Tesla sucht Ingenieure für Solar-Offensive | ABC-Z

Kühner Plan mit SonnenenergieTesla sucht Ingenieure für Solar-Offensive
07.02.2026, 11:02 Uhr
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Techniker, Ingenieure und Wissenschaftler: Tesla benötigt dringend qualifiziertes Personal, denn der Elektroautobauer des Tech-Milliardärs Musk plant, seine Solarsparte bis 2028 massiv auszubauen. “Ein kühnes Projekt”, nennen Manager aus der Branche das Vorhaben.
Tesla treibt die ambitionierten Pläne von Firmenchef Elon Musk für eine massive Ausweitung der Solarsparte voran und sucht dafür verstärkt Personal. Aus einer Stellenausschreibung geht auch erstmals ein konkreter Zeitplan hervor: Bis Ende 2028 soll eine Fertigungskapazität von 100 Gigawatt (GW) in den USA aufgebaut werden. Dies belegen jüngste Online-Beiträge leitender Manager.
Im vergangenen Monat hatte Musk dieses Ziel ausgegeben; einen zeitlichen Rahmen nannte er damals jedoch noch nicht. Der E-Autohersteller und Musk reagierten zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.
“Dies ist ein kühnes, ehrgeiziges Projekt”, schrieb Seth Winger, ein leitender Manager für Solarprodukte, auf der Plattform LinkedIn. Man brauche Ingenieure und Wissenschaftler, um schnell zu wachsen. “Wenn Sie schwierige Fertigungsprobleme in rasantem Tempo lösen und den USA zu einem Durchbruch bei der Erzeugung erneuerbarer Energien verhelfen wollen, kommen Sie zu uns.” Auch andere Führungskräfte wie Technik-Direktor Ralf Gomm veröffentlichten in dieser Woche ähnliche Aufrufe. In der Ausschreibung für einen Entwicklungsingenieur heißt es explizit, Ziel sei der Aufbau einer 100-GW-Fertigung “ausgehend von den Rohstoffen in den USA”.
“Eher Wunschdenken als wahrscheinlich”
Das Vorhaben gilt in der Branche als ehrgeizig. Den Daten der Solar Energy Industries Association zufolge verfügen die USA derzeit lediglich über eine Kapazität von 65 GW für Solarmodule und 3,2 GW für Solarzellen. Letztere sind die entscheidende Komponente zur Umwandlung von Sonnenlicht in Energie, deren Produktion derzeit von China dominiert wird. Analysten bewerten Musks Zeitpläne oft skeptisch, da er in der Vergangenheit häufiger Prognosen verfehlt hat. Jeff Osborne von TD Cowen bezeichnete die Ziele in einer Notiz als “eher Wunschdenken als wahrscheinlich”.
Mit seiner Strategie setzt sich der Tech-Milliardär Musk von der Linie des US-Präsidenten Donald Trump ab. In Trumps Regierung hatte Musk zuvor das Amt für Regierungseffizienz geleitet. Trump kritisiert erneuerbare Energien immer wieder offen: Der Präsident bezeichnete diese als teuer und ineffizient. Seine Regierung geht gegen die Solar- und Windenergie vor und fördert dagegen fossile Energieträger und die Kernkraft. Musk sieht das neuerdings anders: Er bezeichnete Solarstrom und Batteriespeicher als besten Weg, den steigenden Energiehunger der Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) zu stillen.
Tesla hatte in der Vergangenheit Schwierigkeiten beim Aufbau einer Solarfertigung. Nach der Übernahme von SolarCity 2016 sollte in einer Fabrik in Buffalo im Bundesstaat New York eigentlich eine Produktion von einem Gigawatt entstehen. Der Partner Panasonic stieg jedoch 2020 aus dem Projekt aus. Heute nutzt Tesla die Anlage, um neben den “Solar Roof”-Dachziegeln, die nur einen kleinen Teil des Geschäfts ausmachen, vor allem Supercharger-Ladesäulen für seine E-Autos herzustellen.





















