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Für “Anfang der kommenden Woche”: Trump kündigt weitere Gespräche mit Iran an | ABC-Z

Für “Anfang der kommenden Woche”Trump kündigt weitere Gespräche mit Iran an

07.02.2026, 07:29 Uhr

Der omanische Außenminister Badr bin Hamad Al Busaidi schüttelt dem US-Sonderbeauftragten Steve Wittkopf die Hand. Bei den Verhandlungen vermittelte er zwischen den Vertretern der USA und des Iran. (Foto: picture alliance / SIPA)

US-Präsident Trump bewertet die Verhandlungen mit dem Iran als “sehr gut”, obwohl sie ergebnislos zu Ende gingen. Die USA und der Iran werden laut Trump bereits kommende Woche erneut für Atom-Gespräche zusammenkommen.

US-Präsident Donald Trump hat weitere Gespräche zwischen Vertretern seiner Regierung und des Irans für Anfang nächster Woche angekündigt. “Wir hatten ebenfalls sehr gute Gespräche über den Iran, der Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen”, sagte der US-Präsident Donald Trump vor Journalisten auf dem Flug zu seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida. Für den Fall, dass es nicht dazu kommen sollte, drohte Trump erneut mit Konsequenzen. Der Iran dürfe keine Atomwaffen haben, bekräftigte er seine bekannte Position.

Unter Vermittlung des Golfstaats Oman hatten die USA am Freitag eine Verhandlungsrunde mit dem Iran aufgenommen. Es soll sich überwiegend um indirekte Gespräche gehandelt haben, bei denen Vertreter des Omans zwischen US‑Vertretern und der iranischen Delegation vermittelten. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte dem heimischen Staatsfernsehen danach: “Es war ein guter Anfang.” Bei seiner Antwort auf die Frage des Moderators, ob und wann die Gespräche fortgesetzt würden, legte er sich nicht fest. Laut Araghtschi konzentrierten sich die Gespräche ausschließlich auf die Atomfrage.

Die USA hatten bis zu Trumps Äußerungen keine offiziellen Stellungnahmen zum Verlauf des Treffens abgegeben. Per Dekret drohte der US-Präsident danach aber mit Strafzöllen gegen Handelspartner des Irans, die sich seine Regierung vorbehält. Laut der Anordnung sollen Zölle auf Importe in die USA erhoben werden können, die aus Ländern stammen, die Waren oder Dienstleistungen aus der Islamischen Republik beziehen. Konkrete Ländernamen nannte Trump nicht, als Beispiel für die Höhe der Zölle nannte er 25 Prozent. Damit erhöhte Trump einmal mehr den Druck auf den Iran.

Die indirekten Gespräche wurden vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation zwischen dem Iran und den USA geführt. Sie fanden etwa einen Monat nach der gewaltsamen Niederschlagung der jüngsten Protestwelle im Iran mit tausenden getöteten Demonstranten statt. Seitdem hatte US-Präsident Donald Trump den Druck auf Teheran immer weiter erhöht. Er schickte unter anderem den Flugzeugträger “USS Abraham Lincoln” in den Persischen Golf. Der Republikaner hatte der Führung in Teheran zuletzt mehrfach gedroht und dies unter anderem mit dem brutalen Vorgehen der Staatsgewalt gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten begründet. Immer wieder macht er auch klar, dass ihm das umstrittene Atomprogramm des Irans ein Dorn im Auge ist.

Quelle: ntv.de, rwe/AFP/dpa

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