Markt: US-Aktienindex Dow Jones steigt erstmals über 50.000 Punkte | ABC-Z

Zum ersten Mal hat der US-amerikanische Aktienindex Dow Jones die 50.000-Punkte-Marke überschritten. Im Verlauf des Tages legte der Index um bis zu 2,3 Prozent auf mehr als 50.015 Punkte zu. Damit stand er gut eineinhalb Stunden vor Handelsschluss auf dem höchsten Stand in seiner fast 130-jährigen Geschichte, fiel im Anschluss jedoch wieder etwas.
Seit Jahren sorgen Faktoren wie die robuste US-Wirtschaft und nicht zuletzt der niedrige Leitzins der Notenbank für das immer höhere Niveau des Dow Jones. Die Börsenrallye in den USA war in den vergangenen Monaten durch hohe Erwartungen an die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) angetrieben worden. Nach dem jüngsten Kursrutsch bei Technologieaktien an den US-Börsen zeigen Anleger wieder eine größere Risikobereitschaft.
Milliardeninvestitionen bei Amazon sorgen für Kursabfall
Nach dem Ausverkauf im Technologiesektor legten Aktien von Broadcom, Nvidia und AMD um jeweils etwa sieben Prozent zu. Super Micro, ebenfalls aus der Sparte, sprang um 9,6 Prozent nach oben. Auch Aktien von Software- und Datendienstleistern, deren Geschäftsmodell durch rasante Entwicklungen im KI-Bereich zunehmend bedroht erscheint, verzeichneten wieder Kursgewinne.
Einige Marktbeobachter warnen wegen der absehbaren Milliardeninvestitionen von Technologieunternehmen aber bereits vor einer Blase. Nachdem Amazon angekündigt hatte, in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar (aktuell 170 Milliarden Euro) in KI, Chips, Robotik und Satelliten zu investieren, rutschten die Aktien des Konzerns um 7,4 Prozent ab.
Höchststand könnte zu weiteren Kursgewinnen führen
Allerdings könnte allein das Überwinden der 50.000 Punkte aus marktpsychologischer Sicht dafür sorgen, dass weitere Investoren auf den fahrenden Zug aufspringen wollen. “Runde Marken wirken, weil Menschen in Mustern denken und unser Gehirn Abkürzungen liebt”, sagte Roland Schmack von der Vermögensverwaltung Meine Werte in Münster.
Andere Experten verweisen indessen auf geopolitische Spannungen, sich verändernde Handelsdynamiken und Anzeichen eines sich abkühlenden Arbeitsmarktes. Doch trotz dieser Herausforderungen zeige sich die US-Wirtschaft im weltweiten Vergleich weiter widerstands- und anpassungsfähig, schrieb etwa Stefan Braun, Globaler Leiter Systematische Strategien bei dem Vermögensverwalter Oddo BHF.





















