Auch gegen Frankfurt gelingt dem Baumgart-Team kein Sieg | ABC-Z

Immerhin konnte Steffen Baumgart einen persönlichen Sieg feiern. Anders als in den beiden Partien zuvor gegen Eintracht Frankfurt muss der Trainer von Union Berlin im nächsten Spiel nicht gesperrt zuschauen. Zusammen mit seiner Mannschaft muss der 54-Jährige jedoch weiter auf den ersten Erfolg in diesem Jahr warten. Das 1:1 (0:0) gegen die Hessen bedeutete das sechste Bundesligaspiel in Folge ohne Sieg.
Zu sehen war zunächst mal nichts, zumindest nicht im Heimbereich der Alten Försterei. Noch einmal hatten die Fans der Köpenicker eine Choreo zum 60. Vereinsgeburtstag inszeniert. Bis auf den Gästeblock wurden riesige Blockfahnen über die Zuschauer gezogen. Und danach musste die Partie unterbrochen werden.
Bei Union Berlin ersetzt Nsoki den verletzten Leite
Schiedsrichter Sören Storks blieb auch keine andere Wahl. Rund 200 Bengalos, verteilt über alle Tribünen brannten und machten nach neun Minuten durch die Rauchentwicklung ein Weiterspielen unmöglich. Erst nach sieben Minuten konnte die Partie fortgesetzt werden. Der Rauch hatte sich zu diesem Zeitpunkt immer noch hundertprozentig verzogen.

Rund 200 Bengalos brannten in der Alten Försterei zum 60. Klubgeburtstag von Union Berlin.
© IMAGO/Matthias Koch | IMAGO/Matthias Koch
Die Hoffnung auf ein packendes Freitagabendspiel erfüllte sich in der ersten Halbzeit nicht. Die Frankfurter waren in ihrem ersten Spiel unter dem neuen Trainer Albert Riera sicher spielbestimmend, etwas anderes war aber auch nicht zu erwarten gewesen.

Dennoch wurde Union-Torwart Frederik Rönnow nicht einmal gefordert. Nach 28 Minuten schien es gefährlich zu werden, als sich Arnaud Kalimuendo auf der linken Seite gegen Stanley Nsoki durchgesetzt hatte – und den Ball von der Grundlinie ins Seitenaus drosch. Nsoki ersetzte Diogo Leite (Oberschenkelverletzung) in der Dreierkette der Berliner.
Union Berlin wird vor der Pause nur einmal gefährlich
Auf der anderen Seite hatte Ilyas Ansah die Riesenchance zur Union-Führung. Nach einer missglückten Kopfballabwehr von Robin Koch schloss der Union-Angreifer zu überhastet ab, als er den Ball aus 25 Metern über den aus seinem Tor geeilten Kaua Santos heben wollte (42.). Ansonsten präsentierte sich Union ebenso entschlossen in den Zweikämpfen wie harmlos in den Offensivbemühungen.
Die Szene nach rund einer Stunde steht sinnbildlich für die Partie. Wie bei einem Handballspiel passen die Frankfurter den Ball hin und her, während Union vor allem darauf bedacht ist, die Räume zuzulaufen. Dass zuvor Oscar Hojlund die große Möglichkeit hatte, die Eintracht in Führung zu bringen, ändert nichts an einer an Torchancen armen Partie.
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In der 71. Minute brachte Coach Baumgart mit Andrej Ilic und Livan Burcu für Ansah und Wooyeong Jeong frische Offensivkräfte. Tatsächlich belebte Burcu eine Partie, die sich immer mehr selbst den Schwung nahm. Seine Vorarbeit bescherte Derrick Köhn einen Schuss an den linken Pfosten (76.).
Dann wurde es hektisch. Nathaniel Brown hatte per Fernschuss das 0:1 erzielt (83.), zwei Minuten später gab es Elfmeter für Union. Rani Khedira wurde von Hojlund gefoult, der dafür Gelb-Rot sah. Leopold Querfeld ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen (87.). In der 90. Minute vergab Ilic sogar den Siegtreffer.





















