Liveblog Olympia 2026: Gus-Kenworthy-Protest gegen ICE | ABC-Z

Die Olympia-Strecke von Bormio hat bei einem österreichischen Ski-Ass schon vor der Abfahrt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Daniel Hemetsberger war am Donnerstag im zweiten Training gestürzt, hatte dabei seinen Helm verloren und war in einen Fangzaun gekracht. Tags darauf präsentierte der 34-Jährige im Abschlusstraining sein malträtiertes Gesicht: Das linke Auge war dunkelblau angelaufen, Pflaster klebten auf Nase und Backe, und zu allem Überfluss hat der Routinier auch noch einige Zähne verloren.
Nach drei schweren Knie-Operationen fährt Hemetsberger ohne Kreuzband. Das habe zur Folge, dass unter anderem der Unterschenkel nicht adäquat fixiert ist und sogar während der Fahrt verschoben werden kann. „Aber ich habe meine Muskulatur so trainiert, dass ich das im Griff habe“, sagte er zuletzt der „Kleinen Zeitung“ aus Österreich. „Bei mir kann halt auch nichts reißen. Wenn das Schienbein ganz rausgeht, sitze ich halt am Hintern.“
Anders als Hemetsberger verzichteten übrigens 21 Fahrer auf das letzte Training in Bormio. Simon Jocher fuhr wie etliche andere nur einige Teile im Rennmodus, die anderen dafür aufrecht stehend und mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit. Die Trainingszeiten hatten daher keine Aussagekraft. Die Favoriten sind Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni aus Italien, dessen Teamkollege Paris und der Schweizer Weltcup-Dominator Marco Odermatt. (dpa)





















