Aktie rauscht ab: Amazons gigantische Investitionen schockieren Anleger | ABC-Z

Aktie rauscht abAmazons gigantische Investitionen schockieren Anleger
06.02.2026, 00:35 Uhr
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Amazon übertrifft seine Tech-Rivalen bei den Investitionen: Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Für Anleger ist die Zahl schwer zu verdauen.
Amazon legt – wie die Rivalen Google und Microsoft – bei den Investitionen kräftig nach. 2026 werden sie voraussichtlich um 50 Prozent auf 200 Milliarden Dollar steigen, kündigte der Online-Händler an. Das Geld solle in den Bau neuer Rechenzentren sowie die Entwicklung von KI-Chips und Kommunikationssatelliten fließen, sagte Konzernchef Andy Jassy. Analysten hatten mit Ausgaben von knapp 145 Milliarden Dollar gerechnet.
Amazon Web Services (AWS) ist der weltgrößte Cloud-Anbieter. Die Tochter des Online-Händlers trägt zwar nur etwa 15 bis 20 Prozent zum Konzernumsatz bei, aber 60 Prozent zum Betriebsgewinn. Für den Einsatz in den eigenen Rechenzentren entwickelt AWS eigene Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI). Im vierten Quartal haben Rechner mit insgesamt einer halben Million Trainium2-Chips den Betrieb aufgenommen. Diese werden vor allem vom KI-Entwickler und OpenAI-Rivalen Anthropic genutzt, an dem Amazon beteiligt ist. Daneben baut der Online-Händler mit Leo ein Netzwerk für Internet-Verbindungen über Satellit auf, das Starlink Konkurrenz machen soll.
Amazon wächst – aber nicht so schnell wie die Konkurrenz
Die Google-Mutter Alphabet, der Softwarekonzern Microsoft und der Facebook-Betreiber Meta hatten in den vergangenen Wochen ebenfalls jeweils eine deutliche Ausweitung ihrer Investitionen in KI-Infrastruktur angekündigt. Anleger reagierten jedoch nur dann positiv, wenn die Unternehmen auch kräftige Steigerungen bei Umsatz oder Gewinn vorweisen konnten. Das war bei Amazon nicht der Fall, die Aktie fiel im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um elf Prozent.
Der US-Konzern steigerte seine Erlöse im abgelaufenen Quartal zwar überraschend deutlich um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar. Dabei habe AWS mit einem Plus von 24 Prozent das stärkste Wachstum seit 13 Quartalen verzeichnet, betonte Konzernchef Jassy. Allerdings hatten die Cloud-Sparten von Alphabet und Microsoft 48 beziehungsweise 39 Prozent zugelegt.
Für das aktuelle Vierteljahr prognostiziert Amazon ein Umsatzplus von elf bis 15 Prozent auf 173,5 bis 178,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn werde voraussichtlich zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden Dollar liegen. Analysten hatten jedoch auf 22,04 Milliarden Dollar gehofft. “Wir hatten auf ein fortgesetztes starkes Gewinnwachstum gesetzt, aber das ist hier einfach nicht der Fall”, kritisierte Portfoliomanager Dave Wagner vom Vermögensverwalter Aptus. “Dem Markt missfällt, dass für derartige Wachstumsraten erhebliche Summen investiert werden.”





















