Sonntagsfrage: So würde Deutschland wählen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre – Politik | ABC-Z

Dieser Artikel wird regelmäßig mit aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl aktualisiert:
- Stärkste Parteien: Die Union (CDU und CSU) und die AfD führen in den Umfragen. Bei einer Wahl am kommenden Sonntag könnten beide Parteien auf um die 25 Prozent der Stimmen kommen. Anfang Februar deutet sich eine Trendumkehr an: Seit Mitte September lag die AfD im Mittelwert gleichauf oder sogar leicht vor der Union, die nun aber etwas zulegen konnte. Im Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen vom 16. Januar kommt die Union auf 26, die AfD auf 25 Prozent. Wie unbeliebt die von Friedrich Merz geführte Bundesregierung zum Jahreswechsel ist, lesen Sie hier.
- Im Abwärtstrend: Die SPD steht im Vergleich zur Bundestagswahl im Februar 2025 mit etwa 15 Prozent leicht verschlechtert da, die Umfragewerte der Union sind deutlicher gesunken. Die Grünen kommen Ende Januar auf etwa zwölf Prozent.
- Aufsteiger: Die Linken haben sich mit gut zehn Prozent in den Umfragen um wenige Prozentpunkte verbessert und sich den Grünen angenähert. Den größten Zuwachs im Vergleich zur Wahl verzeichnet derzeit die AfD (plus zwei bis sieben Prozentpunkte). Warum die AfD in den Umfragen so stark ist, lesen Sie hier.
- Fünf-Prozent-Hürde: Die FDP und das BSW stehen in den Umfragen bei weniger als fünf Prozent, also unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Bei beiden Parteien ist es eher unwahrscheinlich, dass sie bei einer Wahl in den Bundestag einziehen würden.
In Umfragen ermitteln Meinungsforschungsinstitute, wie die Parteien abschneiden könnten, falls bereits am kommenden Sonntag Bundestagswahlen wären.
Die aktuellen Umfragen bilden immer nur ein aktuelles Stimmungsbild in der wahlberechtigten Bevölkerung ab. Eine Prognose für die nächste Bundestagswahl stellen sie nicht dar, der nächste Wahltermin liegt regulär in den ersten Monaten des Jahres 2029. Bis dahin kann sich die Wählermeinung noch deutlich ändern.
Da für einzelne Umfragen immer nur gut 1000 Menschen befragt werden, sind die Ergebnisse auch mit Unsicherheiten behaftet. Um ein besseres Bild davon zu vermitteln, in welchem Prozentbereich die Parteien realistisch landen könnten, berechnet die Süddeutsche Zeitung einen Umfragekorridor aus den jeweils 15 neuesten Umfragen. Wenn sich der Unsicherheitsbereich von zwei Parteien überlappt, ist also nicht klar, welche der beiden Parteien in der Stimmung vorn liegt. Genauso könnten Parteien knapp an der Fünf-Prozent-Hürde bei einer Wahl den Einzug ins Parlament schaffen oder auch verpassen.
Deshalb können aktuelle Umfragen auch nur Tendenzen aufzeigen, ob sich die Stimmung gegenüber einzelnen Parteien im Vergleich zur Bundestagswahl 2025 verschlechtert oder verbessert hat. Die beiden Punkte in der Grafik zeigen das obere und das untere Ende des Unsicherheitsbereichs. Liegen beide Punkte links im negativen Bereich, ist die Partei derzeit unbeliebter als bei der Wahl im Februar 2025. Sind beide Punkte im rechten Bereich, hat sich die Partei in der Sonntagsfrage verbessert. Überlappt der Unsicherheitsbereich die Null, gibt es keine nennenswerte Veränderung.
Bei der vorgezogenen Neuwahl des Bundestags am 23. Februar 2025 hatte die Union mit Spitzenkandidat Friedrich Merz mit 28,5 Prozent klar gewonnen. Die AfD landete mit 20,8 Prozent auf Platz zwei. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten und zu diesem Zeitpunkt amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz stürzte auf 16,4 Prozent ab. Die Grünen kamen auf 11,6 Prozent, die Linkspartei auf 8,8 Prozent. Das BSW scheiterte mit 4,9 Prozent denkbar knapp an der Fünf-Prozent-Hürde, die FDP zog mit 4,3 Prozent der Stimmen ebenfalls nicht in den Bundestag ein.
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