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Europäische Zentralbank belässt Leitzins bei 2,0 Prozent | ABC-Z

Stand: 05.02.2026 14:16 Uhr

Die Zinspause der Europäischen Zentralbank geht in die Verlängerung. Zum fünften Mal in Folge haben die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde den Leitzins nicht angetastet.

Auf ihrer ersten Zinssitzung im neuen Jahr haben die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) erneut den Leitzins unangetastet gelassen. Der für die Steuerung der Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz bleibt bei 2,0 Prozent. Auf diesem Niveau liegt er bereits seit Juni 2025.

Bereits auf ihren Sitzungen im Juli, September, Oktober und Dezember hatte die Zentralbank nach zuvor mehreren Leitzinssenkungen eine Zinspause eingelegt. Zuvor hatte sie seit dem Sommer 2024 achtmal die Zinsen gesenkt – um insgesamt zwei Prozentpunkte.

Euro-Inflation unter EZB-Ziel

Der Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone hatte zu Jahresbeginn spürbar nachgelassen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um durchschnittlich 1,7 Prozent zum Vorjahresmonat – die niedrigste Inflationsrate im Währungsraum seit April 2021.

Damit liegt sie zugleich klar unter dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent. Setzt sich dieser Trend fort, dürften Ökonomen zufolge an den Märkten Spekulationen über Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf aufkommen.

Wird der starke Euro zum Thema?

Mitt Spannung wurde daher an den Märkten erwartet, ob EZB-Chefin Christine Lagarde die Tür in Richtung Zinssenkungen auf ihrer Pressekonferenz im Anschluss an den heutigen Entscheid ein Stück weit öffnet.

Druck in diese Richtung kommt dabei auch vom starken Euro: Die europäische Gemeinschaftswährung war in der Vorwoche über die Marke von 1,20 Dollar gestiegen und notierte damit so hoch wie seit über drei Jahren nicht mehr. Aktuell liegt sie bei rund 1,18 Dollar.

Eine dauerhafte Euro-Stärke wäre für die exportorientierte Wirtschaft der Eurozone fatal – das könnte die EZB zum Gegensteuern veranlassen.

Mit Informationen von Angela Göpfert, ARD-Finanzredaktion.

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