Brand im GSI-Forschungszentrum in Darmstadt: Schaden für Teilchenbeschleuniger unklar | ABC-Z

In Darmstadt bekämpft die Feuerwehr seit dem frühen Donnerstagmorgen ein Feuer auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung. Es war gegen 6.30 Uhr in einer Industriehalle ausgebrochen, in dem Gebäude verbrennen unter anderem Kunststoffe und elektrische Anlagen. Das ist nach Angaben der Feuerwehr der Grund für die starke Rauchentwicklung und die schnelle Ausbreitung des Feuers.
Der Campus wurde am Morgen umgehend geräumt. Verletzte gab es keine und auch Gefahrstoffe sind laut Messungen der Feuerwehr nicht ausgetreten. Trotzdem ging eine Warnung an die Nachbarschaft heraus; die Anwohner sind aufgefordert, ihre Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzustellen. Die Rauchwolke über dem Forschungszentrum im Darmstädter Stadtteil Wixhausen ist kilometerweit zu sehen, in der Nachbarschaft ist das Feuer weithin zu riechen.
Anfängliche Meldungen, wonach der Brand in einem Umspannwerk ausgebrochen war, haben sich nicht bestätigt. Nach wie vor ist unklar, wie groß der Schaden ist. Zwar sind die beiden Teilchenbeschleuniger des GSI nicht direkt betroffen, ob sie durch den Brand beschädigt wurden, wird erst nach Ende der Löscharbeiten zu beantworten sein. Ebenso die Frage nach der Brandursache.
Genauere Angaben könnte es gegen 12 Uhr geben, dann werden der Darmstädter Oberbürgermeister Hanno Benz und der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels den Brandort besuchen und wollen auch öffentlich Auskunft geben.

Die Feuerwehr ist mit 130 Leuten im Einsatz und geht davon aus, dass die Löscharbeiten bis in die späten Abendstunden dauern werden. Die hohe Brandintensität und die starke Rauchentwicklung erschweren das Vordringen der Feuerwehr. Beteiligt sind die gesamte Darmstädter Feuerwehr, Berufsfeuerwehr und Freiwillige, zudem Kollegen aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau. Es wurden Kräne aufgestellt und auch die Werksfeuerwehr aus dem Industriepark Wiesbaden unterstützt bei den Löscharbeiten. Zudem sind 30 Kräfte des Rettungsdiensts sind an der Unglücksstelle versammelt.
Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung im Darmstädter Stadtteil Wixhausen ist für seine Beschleunigeranlage für Ionen bekannt. Sie wird für Experimente genutzt, um Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums zu gewinnen.





















