Bürgerkrieg: UN melden weitreichendes Leid der Zivilisten im Sudan | ABC-Z

Nach 1.000 Tagen Bürgerkrieg im Sudan fehlt es dort rund 34 Millionen
Menschen an Nahrung, Wasser oder sichere Unterkünfte. Das hat das UN-Büro zur
Koordinierung humanitärer Hilfe in Genf mitgeteilt. Die Vereinten
Nationen bezeichnen das Leid der Zivilisten als weitreichend.
Mehr als 21
Millionen Menschen leiden demzufolge unter akutem Hunger. In zwei Gebieten gebe
es eine Hungersnot.
Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hat der Konflikt Leben zerstört, Gemeinschaften
entwurzelt und die größte Vertreibungskrise der Welt ausgelöst.
9,3 Millionen Menschen im Land auf der Flucht
Seit Beginn
des Bürgerkriegs sei fast jeder dritte Einwohner vertrieben worden. Insgesamt registrierte die IOM 743 Vorfälle, die Menschen zur Flucht zwangen. 524 Ereignisse
standen in Bezug zum Konflikt, bei 219 handelte es sich um Naturkatastrophen,
darunter Überschwemmungen und Brände.
Aktuell befinden sich dem IOM zufolge 9,3
Millionen Menschen im Land auf der Flucht. Das UN-Büro sagt, mehr als 4,3
Millionen Kinder, Frauen und Männer seien über die Landesgrenzen geflüchtet.
Deutschland plant Sudan-Konferenz
Am Freitag teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin mit,
dass Deutschland am 15. April eine
Konferenz zum Sudan ausrichten werde. Ziel sei es, die Friedensbemühungen voranzubringen. Im vergangenen Jahr fand die Konferenz in London statt, 2024 in Paris.
Seit Mitte April 2023 gibt es im Sudan einen Konflikt zwischen
der Armee und der RSF-Miliz. UN-Ermittler werfen beiden Seiten schwere
Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen
vor.





















