Politik

Bürgerkrieg im Jemen: Separatistenführer flieht aus offenbar dem Jemen | ABC-Z

Der ‌Anführer der jemenitischen Separatisten im Süden des Landes ist offenbar mithilfe der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Land geflohen. Aidarus al-Subaidi sei über Umwege nach Abu Dhabi ‍gelangt, teilte die von Saudi-Arabien ​geführte Militärkoalition mit. ‌Er hätte zu Krisengesprächen in der saudischen Hauptstadt ⁠Riad erscheinen sollen. 

Der Koalition zufolge floh ⁠al-Subaidi zunächst per Boot aus dem Jemen,
bevor er von Somaliland aus ein Flugzeug nach Mogadischu bestieg. Von
dort sei ⁠er unter Aufsicht von Offizieren der Emirate nach ⁠Abu Dhabi weitergeflogen. Die Separatisten teilten mit, dass
al-Subaidi ‌unter Androhung von Gewalt ​aufgefordert worden, nach
Saudi-Arabien zu reisen. Stellungnahmen der Vereinigten Arabischen Emirate oder des Südlichen Übergangsrates lagen zunächst ⁠nicht vor.

Im Jemen herrscht seit 2014 ⁠Bürgerkrieg. Lange bekämpften Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit den von ihnen unterstützten Gruppen die islamistischen Huthi-Rebellen gemeinsam. Doch im vergangenen Monat ​kam es zum Bruch. Der von al-Subaidi geführte Südliche Übergangsrat, der eine ‍Abspaltung des Südjemen anstrebt, eroberte dort zuletzt Gebiete. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten zudem nach einem Ultimatum Saudi-Arabiens angekündigt, ihre verbliebenen Truppen aus dem Land abzuziehen. Die Huthis kontrollieren weite Teile im Norden und Westen und werden vom Iran unterstützt.

Gestrandete Touristen ausgeflogen

Laut den Separatisten flog die saudische Luftwaffe mehr als 15 Luftangriffe auf Lager des Übergangsrates im Gouvernement Al-Dhale, in dem sich das Dorf von Al-Subaidi befindet. 

Einige der auf der jemenitischen Insel Sokotra gestrandete Touristen konnten derweil in Richtung Saudi-Arabien ausgeflogen werden. 179 Touristen seien auf dem Weg in die saudi-arabische Hafenstadt Dschidda, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba. Weitere Flüge seien für die kommenden Stunden geplant. Es ist nicht bekannt, aus welchen Ländern die betroffenen Touristen stammen. 

Auch ist unklar, wie viele Reisende noch auf der Insel festsitzen. Anwohner und Touristenführer hatten berichtet, dass Hunderte wegen der neu aufgeflammten Kämpfe im Südjemen auf der Insel gestrandet waren. Die regulären Flüge von und nach Sokotra waren wegen der militärischen Auseinandersetzungen eingestellt worden. 

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