Saturday Night Live: Was nimmt man in Kauf, um die besten Gags der Welt zu erleben? | ABC-Z

Ein Mitarbeiter der NBC-Studios rollt eine Schale Süßigkeiten auf einem Servierwagen den Gehweg am Rockefeller Plaza in New York entlang. Hinter den halbhohen Metallgittern legen die Wartenden ihre Bücher und Computer zur Seite, stemmen sich aus Campingstühlen oder wühlen ihre Beine unter Decken hervor, um sich zu bedienen. Worauf hier gewartet wird, fragt jemand im Vorbeigehen, aber anstatt selbst zu antworten, leitet der Mitarbeiter die Frage in Richtung des Bordsteins weiter: “Los, Leute, sagt es ihm!”
Eine Gruppe junger Menschen, die etwa fünf Meter hinter mir an einem Baum lehnen, hat für diesen Anlass mittlerweile eine kleine Choreografie einstudiert: “Live from New York”, ruft einer von ihnen mit ausgebreiteten Armen, woraufhin die anderen nach einer effektvollen Pause einstimmen: “It’s Saturday Night!” Manchmal, wenn sie gerade stehen, damit ihre Füße nicht einschlafen, hüpfen sie dabei sogar auf und ab. Es ist der legendäre Eröffnungssatz der US-amerikanischen Sketch-Comedy-Show Saturday Night Live, kurz SNL. Wir warten hier darauf, ihn einmal in echt zu hören und nicht nur live im Fernsehen. Oder wie in Deutschland erst Tage später, wo man diese Art des Humors mit seinen gegenwärtigen, bösartigen und gleichzeitig brüllkomischen Witzen sonst lange suchen kann, ohne sie zu finden.





















