2000 Kilometer an Leitungen: Netzagentur genehmigt Bau so vieler Stromautobahnen wie nie | ABC-Z

2000 Kilometer an LeitungenNetzagentur genehmigt Bau so vieler Stromautobahnen wie nie
02.01.2026, 10:12 Uhr
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Knapp 17.000 Kilometer an Hochleistungs-Stromleitungen braucht Deutschland, um die Energiewende zu packen. Für etwas mehr als die Hälfte der Genehmigungen ist die Bundesnetzagentur zuständig. In 2025 lässt sie einen bedeutenden Teil dessen zu.
Der für die Energiewende nötige Ausbau des Strom-Übertragungsnetzes kommt voran. Im vergangenen Jahr genehmigte die Bundesnetzagentur rund 2000 Kilometer neue Hochleistungs-Stromleitungen, die oft auch “Stromautobahnen” genannt werden. Dies sind etwa 45 Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 1280 Kilometer), wie die Behörde mitteilte.
Abgeschlossen wurden 2025 unter anderem die Genehmigungsverfahren für die vier Gleichstrom-Trassen A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink, die durch mehrere Bundesländer verlaufen und zumeist als Erdkabel verlegt werden. Es sind Hochleistungs-Überlandleitungen, die vor allem Windstrom aus dem Norden in die Verbrauchszentren im Süden und Westen bringen sollen.
Behördenpräsident Klaus Müller sprach von einem “Rekordjahr der Stromnetz-Genehmigungen”. “Der Ausbau des Stromnetzes ist unerlässlich für den Erfolg der Energiewende.” Der Abschluss der Verfahren für die vier Stromautobahnen sei ein Ergebnis der Beschleunigung der letzten Jahre.
Der Bedarf für den Ausbau des Übertragungsnetzes ist derzeit gesetzlich auf rund 16.800 Kilometer festgelegt. Dabei ist die Bundesnetzagentur für die Genehmigung von 9600 Kilometern Neubau zuständig. Mit den Genehmigungen 2025 seien jetzt für rund 4700 Leitungskilometer die Verfahren vollständig abgeschlossen, sagte ein Sprecher. Die Genehmigung für die übrigen 7200 Kilometer Übertragungsnetz-Neubau liegt in den Händen der Bundesländer.
Von den 16.800 Kilometern waren Ende Juni 2025 mehr als 3500 Kilometer fertiggestellt, das waren 500 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Die drei Projekte A-Nord, SuedLink und SuedOstLink sollen 2027, Ultranet Ende 2026 in Betrieb genommen werden.
Das Strom-Übertragungsnetz mit seinen Höchstspannungsleitungen hat bislang eine Länge von rund 39.000 Kilometern. Das Strom-Verteilnetz mit allen Spannungsebenen darunter hat eine Länge von insgesamt rund 1,8 Millionen Kilometern.





















