Afrika Cup: „Schändliche Leistung“ – Gabuns Regierung suspendiert die Nationalmannschaft | ABC-Z

Nach dem frühen Ausscheiden beim Afrika Cup hat die Regierung Gabuns mit einer ungewöhnlichen Maßnahme reagiert. Mannschaft und Trainerteam wurden suspendiert, Pierre-Emerick Aubameyang und ein weiterer Spieler sogar entlassen.
Nach dem Vorrundenaus der gabunischen Fußball-Nationalmannschaft beim Afrika Cup hat die Regierung des zentralafrikanischen Landes das komplette Team vorläufig suspendiert. Kommunikationsminister Simlicee-Désiré Mamboula teilte mit, die Regierung habe außerdem beschlossen, das Trainerteam aufzulösen und die Spieler Bruno Ecuélé Manga und Pierre-Emerick Aubameyang aus dem Team zu entlassen.
Berichten zufolge hatte Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema bereits vor dieser Entscheidung gewarnt, dass die Leistung der Nationalmannschaft dem Nationalstolz des Landes schade. Zuletzt hatte Gabun bereits die Qualifikation für die WM 2026 verpasst.
Beim Afrika Cup schied Gabun nun ohne Punktgewinn in der Vorrunde aus und belegte nach drei Niederlagen in drei Spielen gegen Mosambik, Kamerun und Elfenbeinküste den letzten Platz in seiner Gruppe.
Aubameyang war schon frühzeitig abgereist
Dabei lag das Team im abschließenden Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste schon nach 20 Minuten 2:0 in Führung. Zunächst nutzte Guélor Kanga (11.) einen Fehler von Torhüter Alban Lafont, der einen Schuss nach vorn abprallen ließ. Danach erhöhte Denis Bouanga (21.) für den Außenseiter, bei dem der angeschlagene frühere Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang bereits abgereist war. Der ehemalige BVB-Profi war bereits nach zwei Partien in Abstimmung mit dem Verband zu seinem französischen Club Olympique Marseille zurückgekehrt.
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Jean-Philippe Krasso (44.) verkürzte noch vor dem Pausenpfiff für die Elfenbeinküste, zuvor traf Omar Diakité den Außenpfosten (32.). Evann Guessand (84.) köpfte kurz vor Schluss nach einem Eckball zum verdienten Ausgleich für die klar überlegenen Ivorer ein. Der erst 19-jährige Bazoumana Touré (90.+1) von der TSG Hoffenheim sorgte dann ebenfalls per Kopf sogar noch für den Sieg.
Die Regierung und der Präsident sahen sich dadurch in ihrer Lesart bestätigt. Die Mannschaft habe bei dem Turnier in Marokko eine „schändliche Leistung“ gezeigt, heißt es.
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