„Mehrere Dutzend Tote“ nach Explosion – Video zeigt Inferno | ABC-Z

Bei einer Explosion in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana im Kanton Wallis sind laut der Polizei „mehrere Dutzend“ Menschen ums Leben gekommen. Zudem gebe es etwa 100 Verletzte, sagte Frédéric Gisler von der Kantonspolizei Wallis am Donnerstag vor Journalisten. Über die Identität der Todesopfer und Verletzten ist bislang nichts bekannt. Auch ob Deutsche von dem Feuer betroffen waren, ist offen. Da Crans-Montana Gäste aus aller Welt habe, seien „wahrscheinlich“ Ausländer unter den Opfern, sagte Polizeichef Gisler.
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Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus. Ersten Erkenntnissen der Behörden zufolge ist der Brand nicht durch eine Sprengsatz-Explosion verursacht worden. Das Feuer habe bei seiner Ausbreitung eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Er berief sich dabei auf Zeugenaussagen und erste Ermittlungen. Es handele sich nicht um eine Explosion eines Sprengsatzes, die einen Brand auslöst. Damit begründete Staatsanwältin Beatrice Pilloud auch ihre Einschätzung, einen Anschlag auszuschließen.
Mathias Reynard, Staatsrat und Präsident des Staatsrates des Kantons Wallis, Stéphane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, Frederic Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei und Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis (v.l.n.r.) sprechen auf der Pressekonferenz zu dem Unglück.
© Alessandro Della Valle/KEYSTONE/ | Alessandro Della Valle
Einem Polizeisprecher zufolge ereignete sich die Explosion gegen 1.30 Uhr in dem Lokal im Zentrum des Ferienortes Crans-Montana in dem Kanton im Süden der Schweiz. In der Bar waren demnach zum Zeitpunkt des Vorfalls mehr als 100 Menschen. Polizei, Feuerwehr und mehrere Helikopter waren nach dem Vorfall vor Ort. Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, Menschen seien mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.
Crans-Montana: „Mehrere Dutzende Tote“ bei Explosion in Luxus-Skiort
Über dem Ort wurde ein Überflugverbot verhängt. Augenzeugen in Genf berichteten, dass am Universitätsspital alle paar Minuten Nothubschrauber landeten. Der Skiort ist Luftlinie gut 100 Kilometer entfernt. Die Schweizer Behörden bekommen Unterstützung vom Zivilschutz des Aostatals – eine italienische Region an der Grenze zur Schweiz: Ein Hubschrauber mit Spezialisten der Bergwacht und medizinischem Personal wurde von den Schweizern erbeten und ist dort seit 6.00 Uhr im Einsatz, wie die italienische Bergwacht mitteilte.
In den sozialen Medien kursieren Videoaufnahmen, die das Feuer nach der Explosion zeigen sollen.
Empfohlener externer Inhalt
Many people were killed and others injured after an explosion at a bar in the ski resort town of Crans-Montana, Switzerland. pic.twitter.com/d2g9rqcCrY
— Weather Monitor (@WeatherMonitors) January 1, 2026
In Crans-Montana lebte einst Bond-Darsteller Roger Moore
Crans-Montana liegt im Kanton Wallis und gilt als mondäner Ferienort mit vielen Prominenten. Berühmtester Einwohner war James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Der Ort auf etwa 1500 Metern Höhe hat ein großes Skigebiet. Ende Januar finden dort auch Rennen des Ski Weltcups statt.

Crans-Montana in der Schweiz gilt als Luxus-Skiort.
© Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa | Jean-Christophe Bott
Über die Feiertage ist der Ort in der Regel ausgebucht. Auf rund 10.000 Einwohner kommen rund 2600 Hotelbetten, davon acht in der Luxuskategorie, und hunderte Ferienwohnungen. Bei rund einer Million Übernachtungen im Jahr kommen nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Der nächste große Flughafen ist Genf, rund 180 Kilometer nordwestlich.
afp/dpa/pvt














