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Sparkasse Gelsenkirchen: Nach Einbruch soll Filiale öffnen | ABC-Z

Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum und einem Andrang besorgter Kunden soll die vorübergehend geschlossene Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen wieder für Kunden öffnen. Ziel sei es, dass die Filiale im Stadtteil Buer an diesem Dienstag wieder öffne und Betroffene erste Informationen bekommen könnten, sagte ein Sparkassen-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Wie es hieß, soll die Wiedereröffnung am späteren Vormittag erfolgen. Schon vor 9.00 Uhr hatten sich vor der Filiale im Stadtteil Buer etwa 20 Wartende eingefunden. Kunden der Bank sollen im Laufe des Tages erste Informationen erhalten.

Im Tresorraum der Sparkassenfiliale sind laut Polizei sehr viele Schließfächer von dem Täter oder den Tätern aufgebrochen worden. Ersten Erkenntnissen zufolge erfolgte der Vorstoß über ein Parkhaus. Der Weg führte dann durch mehrere Türen in einen Archivraum, an dessen Wand schließlich ein Durchbruch zu dem Tresorraum erfolgte. Dabei kam auch ein Spezialbohrer zum Einsatz.

Das Bekanntwerden des Einbruchs löste am Montag einen Andrang von Kunden aus, die Informationen einforderten. Die Polizei räumte den Vorraum der Filiale und beruhigte auch mit Lautsprecherdurchsagen die Situation. Zeitweise standen nach Schilderung eines dpa-Reporters schätzungsweise 200 Menschen vor dem Gebäude. Bei einigen der erschienenen Bankkunden flossen Tränen.

Jedes Fach mit 10.300 Euro versichert

Ein Sprecher der Bank sagte der dpa, grundsätzlich habe die Sparkasse Gelsenkirchen jedes Fach mit 10.300 Euro versichert. Darüber hinaus bestehe für Kunden die Möglichkeit, eine höhere Versicherungssumme abzuschließen. Die Sparkasse befinde sich bereits im Gespräch mit der Versicherung. „Wir wollen die Kunden unterstützen, welche Unterlagen sie vorlegen müssen.“

Nach dem Einbruch in den Tresorraum einer Bank stehen am Morgen Kunden vor der Sparkassenfiliale Buer und warten auf die Öffnung.dpa

Der Einbruch war in der Nacht zum Montag durch einen Brandmeldealarm aufgefallen. Als Feuerwehrleute und Polizisten das Gebäude nach einem Feuer durchsuchten, stießen sie auf die Einbruchsspuren im Keller. Eine „heiße Spur“ zu dem oder den Tätern gab es laut Polizei zunächst nicht. Die Ermittler werten unter anderem Fahrzeugbewegungen aus und befragen Anwohner.

Viele Fragen sind noch offen. Dazu gehört unter anderem auch die Höhe des Schadens. Da Banken selbst keine Kenntnis über den Inhalt der Schließfächer haben, müssen zunächst die Betroffenen festgestellt und kontaktiert werden. Auch wann genau der Einbruch erfolgte, ist noch nicht klar. Es wird von den Weihnachtsfeiertagen oder dem anschließenden Wochenende ausgegangen.

Der Bund der Versicherten rät bei Schließfächern zuerst zu prüfen, ob für den Fall des Verlustes oder der Beschädigung eingelagerter Wertsachen ein Versicherungsschutz im Mietpreis des Schließfaches enthalten ist. Auch die maximale Entschädigungssumme sollte geprüft werden. Die Bandbreite der möglichen Versicherungssumme sei nach einem früheren Test enorm. 

Bei den meisten Banken könne man den Versicherungsschutz zusätzlich über deren Versicherer erhöhen oder über einen Zusatzschutz neu abschließen, erklärt der Bund der Versicherten. Eine weitere Möglichkeit sei die Absicherung über die Außenversicherung des eigenen Hausratversicherungsvertrages. Hier sollte man sich informieren, ob und bis zu welcher Versicherungssumme Wertgegenstände in Bankschließfächern mitversichert sind, heißt es weiter.

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