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News am Morgen – Nachrichten vom 30. Dezember 2025 – Politik | ABC-Z

Wenn es scheint, als könne US-Präsident Donald Trump Verständnis für die Position der Ukraine entwickeln, ruft – so wirkt es jedenfalls – der russische Machthaber Wladimir Putin an, um einmal kräftig am Gesprächsfaden zu ziehen, damit er wenigstens einreißt. Gestern telefonierte Putin mit Trump. Er erzählte, was auch der Kreml am Nachmittag mitgeteilt hat: Die Ukraine habe eine von Putins Residenzen mit Drohnen angegriffen. Ergebnis: Russland überdenkt die bisherigen Verhandlungen.

Ob der Angriff wirklich stattgefunden hat? Die Ukraine weist es als Propaganda zurück – damit steht es Aussage gegen Aussage. Trump jedenfalls findet es falsch, jemandes Haus zu attackieren. Er sei darüber „sehr wütend“. Allerdings: Beweise, dass der Angriff stattgefunden hat, fehlen auch Trump. Trotz Putin-Telefonat. Ein schneller Frieden jedenfalls erscheint unwahrscheinlich. Da kann Trump noch so oft sagen, auch Russland wolle den Krieg beenden.

Ein anderer hat es trotzdem eilig: Der französische Präsident Emmanuel Macron will noch im Januar die sogenannte „Koalition der Willigen“ in Paris versammeln, die Staaten also, die der Ukraine im Friedensfall Sicherheitsgarantien geben wollen. Dort sollen laut Macron „die konkreten Beiträge jedes Landes endgültig festgelegt werden“. Offenbar hat der französische Präsident ein Interesse daran, dass Paris Hauptschauplatz der europäischen Ukraine-Verhandlungen wird – nachdem es zuletzt Berlin war.

Dabei brauchen die Europäer Einigkeit. Vor allem, weil Tumps Amerika nicht länger ein natürlicher Verbündeter ist. Trump, kommentiert mein Kollege Daniel Brössler, ist „der Ernst der Lage Europas vollkommen bewusst“. Trump werde Europas Schwächen brutal ausnutzen. „Die Zukunft nicht nur der Ukraine hängt davon ab, ob und wie schnell es gelingt, die militärische Unselbstständigkeit Europas zu überwinden“, schreibt er.

Was heute wichtig ist

Kreml wirft Kiew Anschlag auf Putin-Residenz vor. Moskau wirft Kiew „Staatsterrorismus“ wegen des angeblichen Drohnenangriffs vor. Der ukrainische Außenminister Andrij Subiha weist das zurück, es sei „die übliche russische Taktik“. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij nannte die Vorwürfe falsch. Er habe bereits mit Bundeskanzler Merz darüber gesprochen. Zum Liveblog zum Krieg in der Ukraine

USA attackieren Ziel auf venezolanischem Festland. Die USA haben laut US-Präsident Trump ein Ziel auf dem Festland Venezuelas angegriffen. Er sprach von einer „großen Explosion“ in einem Hafengebiet, in dem Drogen auf Boote verladen würden. CNN berichtet, die CIA sei für den Angriff verantwortlich. Trump bestätigte das nicht, dementierte es aber auch nicht. Zum Liveblog zur US-Politik

Netanjahu bei Trump: Große Einigkeit, aber nicht bei allen Themen. US-Präsident Donald Trump hat bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu angemahnt, den Friedensplan für Gaza einzuhalten, für die Hamas würde es sonst „schrecklich“. Er warnte auch Iran. Nicht „zu 100 Prozent“ einig seien sich Trump und Netanjahu über das israelische Vorgehen im Westjordanland. Trotzdem bezeichnete Trump Netanjahu als „Held“. Zum Artikel (SZ Plus)

Prevc nach Auftakt der Vierschanzentournee weit vorn. Der Slowene Domen Prevc hat den Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf souverän gewonnen. 17,5 Punkte lag Prevc am Ende vor Tournee-Titelverteidiger Daniel Tschofenig aus Österreich. Der Deutsche Felix Hoffmann schafft es nach einer Disqualifikation überraschend aufs Treppchen. Zum Artikel

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