Wirtschaft

15 Monate Haft auf Bewährung für Benko – Wirtschaft | ABC-Z

Der österreichische Ex-Milliardär René Benko ist zum zweiten Mal wegen Schädigung seiner Gläubiger verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck verhängte gegen den Gründer des Immobilien- und Handelsimperiums Signa eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Geschäftsmann vorgeworfen, Bargeld in Höhe von 120 000 Euro sowie elf hochpreisige Uhren und andere Gegenstände im Wert von 250 000 Euro in einem Tresor versteckt zu haben. Im Rahmen seiner Insolvenz als Einzelunternehmer habe er damit die Befriedigung von Gläubigerforderungen verhindert oder geschmälert, so die Justizbehörde.

Benko war bereits im Oktober vom Landesgericht seiner Heimatstadt Innsbruck zu zwei Jahren Haft wegen der Schädigung seiner Gläubiger verurteilt worden. Der Investor bezeichnet sich als „nicht schuldig“. Das erste Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Strafmaß im zweiten Verfahren wird nicht einfach addiert. Stattdessen wird nach Rechtskraft des ersten Urteils ein gesamtes Strafmaß gebildet. Der 48-Jährige sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.

Benko hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa etwa 20 Jahre lang ein Vermögen angehäuft. Zu Glanzzeiten wurde der gebürtige Tiroler als fünffacher Milliardär gehandelt. Steigende Zinsen und risikoreiche Zukäufe, etwa der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben Signa in die Insolvenz.

Der Schuldenberg beträgt nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform etwa 40 Milliarden Euro, in denen aber auch viele Ansprüche der mehr als 1000 Signa-Gesellschaften untereinander enthalten sind. Rund um die Signa-Pleite ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien (WKStA) in 14 Strängen. Es gilt als sicher, dass dem Ex-Milliardär weitere Prozesse drohen.

Back to top button