Jette Nietzard arbeitet jetzt im Bundestag | ABC-Z

Die ehemalige Co-Sprecherin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hat nach ihrem Rückzug aus der Nachwuchsorganisation der Partei einen neuen Job im Bundestag gefunden. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, arbeitet sie seit dem 1. Dezember im Büro der Grünen-Bundestagsabgeordneten Lena Gumnior. Welche genaue Funktion sie dort übernimmt, ist allerdings unklar, denn weder Nietzard noch Gumnior wollten die Anstellung bestätigen. Gumnior verwies auf arbeitsrechtliche Vorgaben und betonte den Schutz ihres Teams.
In einem Interview mit der „Zeit“ hatte Nietzard vor Kurzem über ihre Pläne gesprochen und gesagt: „Ich überlege noch, was zu mir passt, was ich gerne machen würde. Ich könnte wieder Sozialarbeiterin werden. Ich kann mir vorstellen, im politischen Betrieb zu bleiben, aber bin noch nicht sicher, wie.“ Zudem erklärte die 26-Jährige, sie müsse „wieder Geld verdienen“ und fügte hinzu: „Ich habe leider noch keinen Sugardaddy.“
Lesen Sie auch: Jette Nietzard: Diese Grüne sorgt immer wieder für Empörung
Nietzard sorgte mit Pullover mit „ACAB“-Aufdruck für Schlagzeilen
Nietzard hatte die Grünen Jugend ein Jahr lang geleitet, bevor sie im Herbst 2025 zurücktrat. Während ihrer Amtszeit sorgte sie wiederholt für Schlagzeilen. Besonders große Kritik zog sie sich zu, als sie ein Foto mit einem Pullover veröffentlichte, auf dem „ACAB” („All Cops Are Bastards“) stand. In ihrem Rückblick auf die Amtszeit bekräftigte sie diese Position und sagte: „Im Kern haben wir in Deutschland ein Polizeiproblem.“ Dabei bezog Nietzard sich auf tödliche Schusswaffeneinsätze, rechtsextreme Chatgruppen und rassistische Einstellungen.
Die Kritik innerhalb der Grünen war hart: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte im Sommer erklärt, er verstehe „überhaupt nicht, was die bei uns will“ und empfahl ihr einen Wechsel zur Linkspartei. Dies wies Nietzard klar zurück, indem sie betonte, sie habe darüber „auch nicht nachgedacht“.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik – meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der
Werbevereinbarung
zu.
Nach eigenen Angaben war die Suche nach einer neuen beruflichen Aufgabe für die ehemalige Sprecherin herausfordernd. Auf TikTok sprach sie offen davon, dass es ihr schwerfalle, nach einem Jahr voller Reisen und öffentlicher Präsenz eine passende Tätigkeit zu finden. Den Vorschlag eines klassischen „40-Stunden-Jobs“ schloss sie dabei ausdrücklich aus und erklärte, sie habe „übelst Bock“ auf Neues.
fmg/sh














