Neufahrn: Investor für Hightech-Gewerbegbiet gibt auf – Freising | ABC-Z

Die Erwartungen waren hoch: Im April 2023 stellte das Gilchinger Unternehmen Asto Group dem Neufahrner Gemeinderat sein Konzept für ein Gewerbegebiet im Ortsteil Mintraching vor. Dieses sollte Industrie und Wissenschaft kombinieren und besonders die Ansiedlung von Unternehmen im KI-Bereich unterstützen. Fast ein Jahr später, im Februar 2024, unterzeichneten die Gemeinde und der Investor eine Grundlagenvereinbarung, die den ersten Schritt zur Umsetzung des Vorhabens darstellte. Doch nun ist das Projekt überraschend geplatzt.
Der „One High Tech Green Campus“, so der offizielle Name des geplanten Gewerbegebietes, sollte südlich der Römerstraße entstehen. Die Gemeinde Neufahrn beabsichtigt schon seit Langem, dort ein ökologisches und innovatives Gewerbegebiet zu errichten, um zukunftsorientierte Firmen anzulocken, ihre Finanzen zu stärken und sich endgültig vom Stempel Neufahrn als Logistik-Standort zu trennen. Daraus wird erstmal nichts: Der erste interessierte Investor, das Unternehmen Jost Energy AG, hatte sich bereits Anfang 2022 zurückgezogen. Nun hat sich auch der Nachfolger verabschiedet. Warum genau, ist nicht klar: Die Asto Group hat auf eine Anfrage der SZ nicht reagiert. Möglich wäre, dass sich das Interesse der infrage kommenden Firmen an dem Projekt in Grenzen hielt.
Wie es nun weitergeht, ist offen. Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne) bedauert, dass die Asto Group ihre ursprüngliche Projektidee nicht weiterverfolgt, betont aber, dass das Gesamtkonzept fortgeführt werden soll. „Wir halten perspektivisch daran fest, unseren Standort als Schnittstelle von Forschung, Technologie und Wirtschaft nachhaltig zu stärken“, sagt er. Im März finden die Kommunalwahlen statt und Heilmeier hat angekündigt, nach zwei Amtszeiten nicht mehr anzutreten. Konkrete Entscheidungen über die Zukunft des Gewerbegebietes werden deshalb in den Händen des neuen Bürgermeisters, des Gemeinderats – und der Investoren liegen.





















