Berlin

Ist das nur Schnupfen oder doch schon Grippe? | ABC-Z

Wer sich wie, womit und worauf testen (lassen) kann

Eine sehr sichere Diagnose kann nur ein Arzt mithilfe eines PCR-Tests stellen. Doch Antigen-Schnelltests – auch POC-Tests (Point of Care) genannt – sind längst für mehrere Erreger erhältlich. Sie zeigen binnen weniger Minuten an, ob bestimmte Viren oder Bakterien im Körper aktiv sind. Neben reinen Corona-Tests gibt es kombinierte Tests, die gleich vier Erreger erkennen: SARS-CoV-2, Influenza A und B sowie RSV. Solche Selbsttests, die im Kontrollfeld statt einem bis zu vier Teststreifen nebeneinander anzeigen, sind in Apotheken erhältlich und für Kinder ab zwei Jahren zugelassen – über ihre Zuverlässigkeit ist allerdings laut Stiftung Warentest [test.de] nicht viel bekannt.

Testen sollte sich mit den Kombi-Tests vor allem, wer schon Symptome hat. Für vorsorgliche Tests sind sie eher nicht geeignet. Was Corona betrifft, sollte man bedenken, dass die Viruslast bei vielen erst einige Tage nach Symptombeginn ihren Höhepunkt erreicht und Tests oft erst dann positiv ausfallen.

Tests machen vor allem Sinn für Menschen, die ein größeres Risiko für einen schweren Verlauf haben oder diejenigen, die mit Risikogruppen in Kontakt kommen, sagte ein Hausarzt der tagesschau [tagesschau.de].

Wer einen positiven Schnelltest hat, sollte sich an seine Hausarztpraxis wenden. Denn hier muss gegebenenfalls noch einmal getestet werden. Denn Grippe beispielsweise ist, was den direkten Nachweis von Influenzaviren betrifft, laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig. Demnach muss also ein Arzt die Erkrankung feststellen.

Mediziner können bei Infektionskrankheiten generell einen PCR-Test veranlassen. Dem Robert Koch-Institut nach obliegt es der Entscheidung des Arztes, wann und wen er testet.

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