Starnberg: Abwasserverband erhöht Gebühren deutlich – Starnberg | ABC-Z

Der Abwasserverband Starnberger See erhöht spürbar seine Gebühren. Nach einem Rechenbeispiel bezahlt etwa eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus vom kommenden Jahr an 770 Euro pro Jahr und damit 230 Euro mehr als bisher. Noch drastischer fällt die Kostensteigerung in Single-Haushalten aus; da gehen die Kosten im Schnitt um 80 Prozent nach oben. Betroffen sind etwa 17 000 Kunden in den acht Gemeinden rund um den See, die ihr Abwasser in einem Ringkanal in die Kläranlage in Starnberg leiten.
Die Gebühren werden alle vier Jahre neu festgesetzt und gelten nach dem Beschluss der Verbandsversammlung mit Vertretern der Gemeinden bis Ende 2029. Beim Schmutzwasser steigt der Preis pro Kubikmeter von 3,60 auf 4,52 Euro. Die deutliche Erhöhung begründet der Verband vor allem mit dem Anstieg von Bau- und Betriebskosten sowie bevorstehenden Investitionen in das Kanalnetz mit einer Gesamtlänge von 600 Kilometern. So seien die Preise für den Bau von Ortskanälen in den vergangenen Jahren um ein Viertel gestiegen. Die Erneuerung von Rohrleitungen ist eine kostspielige Daueraufgabe, denn zahlreiche undichte Stellen führten dazu, dass zu viel Regenwasser eindringt und so in die Kläranlage gelangt.
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Neu ist eine Grundgebühr von mindestens 99 Euro, die der Verband ebenfalls vom kommenden Jahr an kassiert. Das trifft unter anderem die Inhaber von Zweitwohnungen, die bisher recht günstig davonkommen, wenn sie wenig Wasser verbrauchen und daher nur wenig Gebühren bezahlen müssen. Für sie wird künftig ein fixer Sockelbetrag fällig. Die Grundgebühr ist nach Verbrauch gestaffelt und beträgt maximal 990 Euro pro Jahr. Die Pauschale diene dazu, „die ständige Vorhaltung der Infrastruktur fairer auf alle Haushalte zu verteilen – unabhängig vom individuellen Verbrauch“, heißt es in den Unterlagen für die Verbandsräte.
Zum Verbandsgebiet mit mehr als 62 000 Einwohnern gehören außer der Stadt Starnberg auch die See-Anrainer Berg, Münsing, Seeshaupt, Bernried, Tutzing, Feldafing und Pöcking. Vor fast zwölf Jahren hat der Verband sämtliche Ortskanäle von den Kommunen übernommen.





















