Ratgeber

Langeoog: Ostfriesische Insel mit Charme und viel Strand | ABC-Z

Stand: 17.11.2025 09:20 Uhr

Die autofreie Nordsee-Insel bietet einen 14 Kilometer langen Sandstrand, viele Sonnenstunden und unberührte Natur. Entdecken lässt sich Langeoog gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Langeoog bedeutet “Lange Insel”, mit etwa 20 Quadratkilometern Fläche gehört sie allerdings zu den mittelgroßen Ostfriesischen Inseln, zwei Drittel sind Teil des Nationalparks Wattenmeer. Selbst in der Saison geht es auf Langeoog, das sich als “Nordseeheilbad” bezeichnen darf, meist gemächlich zu.

Unterwegs auf der Insel

Besucher erkunden die Insel am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad, das Auto muss auf dem Festland bleiben. Alternativ kann man bei einer Fahrt mit der Pferdekutsche schöne Einblicke bekommen. Vom Fähranleger verkehrt eine kleine Bahn zum Inseldorf, dem Nordseeheilbad Langeoog mit etwa 1.300 Einwohnern. Auch mit der Kutsche kommen Besucher zur Unterkunft.

Vom Wasserturm über ganz Langeoog blicken

Wasserturm auf der Insel Langeoog

Die Aussichtsplattform des Wasserturms liegt 33 Meter über dem Meeresspiegel.

Wahrzeichen Langeoogs ist der 15 Meter hohe Wasserturm. Er steht auf der Kaapdüne, am Weg vom Zentrum zum Strand. 1909 wurde er als Seezeichen und Wasserreservoir erbaut – ist aber kein Leuchtturm. Von der Aussichtsplattform haben Besucher einen herrlichen Blick über die gesamte Insel. Bei schönem Wetter reicht die Sicht sogar bis zu den Nachbarinseln Baltrum und Spiekeroog.

Trinkwasser lagert unter der Insel

Im Inneren widmet sich eine kleine Ausstellung dem Thema Wasserversorgung. Eine Wasserleitung zum Festland war für die Insulaner nie notwendig, denn unter den Dünen der Insel befindet sich eine Süßwasserlinse, die sich immer wieder füllt und Langeoog mit Trinkwasser versorgt.

Einen guten Ausblick auf die Insel bietet auch die Melkhörndüne in der Inselmitte – mit 20 Metern eine der höchsten Erhebungen Ostfrieslands.

Kilometerlanger Sandstrand und Meerwasserbad

Besonders attraktiv für Urlauber ist der lange, feine Sandstrand der Insel. Er erstreckt sich über eine Länge von 14 Kilometern und bietet verschiedene Zonen, etwa für Sport, Hunde und zum Baden. Während der Saison säumen zahlreiche Strandkörbe den West- und Oststrand rund ums Inseldorf – perfekt, um Sonnenstunden zu genießen, von denen Langeoog rund 1.500 im Jahr hat. Bei schlechtem Wetter sind das Meerwasserbad mit Wellenbecken, Wasserrutsche und Dünen-Saunalandschaft eine gute Alternative.

Ausflüge in die Tier- und Pflanzenwelt

Seehund-Bank vor Langeoog

Im östlichen Teil der Insel, der zum Nationalpark Wattenmeer gehört, können sich die Seehunde ungestört sonnen.

Neben Sand und Dünen prägen Salzwiesen und Watt die artenreiche Natur Langeoogs. Große Flächen gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, stehen unter Schutz und dürfen nur im Rahmen von Führungen betreten werden, die unter anderem am Vogelwärterhaus beginnen. Es liegt auf halbem Weg zwischen Dorf und östlichem Ende der Insel, zeigt eine multimediale Ausstellung über die Vogelwelt und bietet einen guten Blick auf die umliegenden Vogelkolonien.

Auf eigene Faust können Besucher die Natur auf zwei Lehrpfaden erkunden. Am Ende des ausgebauten Weges zum östlichen Zipfel der Insel geht es über einen Pfad zum Osterhook. Dort befindet sich eine Plattform mit Infotafeln und Fernrohr. Sie ist ideal, um Vögel oder mit etwas Glück auch Seehunde zu beobachten. Die beste Zeit dafür ist drei Stunden vor und nach dem Hochwasser.

Am Fluthaken Flinthörn Vögel beobachten

Eine Beobachtungsplattform bietet auch der anderthalb Kilometer lange Naturlehrpfad Flinthörn im äußersten Südwesten. Das Flinthörn ist ein Fluthaken, der sich im Laufe der Jahrhunderte durch Sandablagerungen gebildet hat. Das Gebiet ist ein bedeutender Brut- und Rastplatz für zahlreiche Wat- und Wasservögel. Besonders im Herbst während der Zugvogeltage erwartet Besucher hier ein großes Naturschauspiel.

Heimatmuseum, Inselkirche und Erinnerung an Lale Andersen

Wer sich für die Geschichte Langeoogs interessiert, findet im Heimatmuseum Seemanshus eine kleine Ausstellung zum Thema. Sehenswert ist auch die stattliche Inselkirche aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich ein modernes Altarbild des ostfriesischen Künstlers Hermann Buß.

Besuchen kann man auch die Ruhestätte der berühmten Sängerin und Schauspielerin Lale Andersen (“Lili Marleen”), die ein Haus auf Langeoog hatte und dort viele Jahre lebte. Sie ist nicht auf dem Friedhof der Kirche begraben, sondern auf dem Dünenfriedhof am nördlichen Ortsrand. Im Ortszentrum erinnert eine lebensgroße Bronze-Statue an die Künstlerin.

Anreise nach Langeoog mit der Fähre

Mit dem Auto fahren Urlauber bis zum Fähranleger in Bensersiel. Dort können sie ihren Wagen auf einem der bewachten Parkplatz abstellen. Bahnreisende fahren nach Norden oder Esens und von dort mit dem Bus nach Bensersiel. Auch Fernbusse verkehren zum Anleger in Bensersiel. Von dort starten mehrmals täglich die Fähren nach Langeoog. Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten. Im Fährpreis enthalten ist die Fahrt mit der bunten Inselbahn in das Zentrum von Langeoog. Langeoog ist auch direkt mit dem Bus von Bremen erreichbar. Die Insel hat zudem einen Flugplatz.

Markante Punkte auf Langeoog

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