Geopolitik

Bündnis Sahra Wagenknecht: Wagenknecht dementiert Streit um neuen Parteinamen | ABC-Z

Sahra Wagenknecht sieht in den internen Auseinandersetzungen um einen neuen Namen keinen Streit in ihrer Partei. Zuvor hatten sich mehrere Parteimitglieder gegen den Vorschlag der Parteispitze gewandt und eine Alternative vorgeschlagen. Laut Wagenknecht habe es “viele vernünftige Namensvorschläge” gegeben. Sie sei sicher, dass der Parteitag am Ende “eine kluge Entscheidung treffen” werde.

Die Führung des bisher nach seiner Gründerin benannten Bündnis Sahra Wagenknecht hatte sich zuvor auf den Namensvorschlag “Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche
Vernunft” geeinigt
. Beim Kürzel BSW solle es in jedem Fall bleiben. Ein Gegenvorschlag der rheinland-pfälzischen BSW-Landesvorsitzenden Alexander Ulrich und Sina Listmann befürwortete hingegen “Bürger schaffen Wandel – Vernunft und Gerechtigkeit”. Ihnen zufolge geht der Name auf eine Idee des sächsischen BSW-Landeschefs Ronny Kupke zurück.

Die Parteigründerin Wagenknecht hatte schon vor längerer Zeit erklärt, dass ihr Name nur übergangsweise für die Partei stehen soll. Über den neuen Namen entschieden wird letztlich auf einem Parteitag in Magdeburg Anfang Dezember. Der BSW-Landesvorstand aus Rheinland-Pfalz plädierte dafür, dort beide Varianten zur Abstimmung zu geben.

Wagenknechts zukünftige Rolle unklar

Beim Parteitag im Dezember wird auch die künftige Parteispitze gewählt. Wagenknecht will am Montag bekannt geben, ob sie selbst erneut als Bundesvorsitzende kandidieren wird. Zuletzt hatte sie nur betont, sie wolle sich weiter in “führender Position” für die Partei engagieren.

Die ehemalige Linkenpolitikerin Wagenknecht hatte das BSW mit einigen Mitstreitern im Januar 2024 gegründet und bei der anschließenden Europawahl sowie bei den ostdeutschen Landtagswahlen erste Erfolge erzielt. Bei der Bundestagswahl im Frühjahr 2025 scheiterte das BSW jedoch knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Im kommenden Jahr will die Partei in die Landesparlamente von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin einziehen.

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