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Fußball : Rudi Völler will Ende 2028 als DFB-Sportdirektor aufhören | ABC-Z

Rudi Völler hat angekündigt, seinen nach der EM 2028
auslaufenden Vertrag als Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht
zu verlängern. “Ich habe schon zweimal verlängert. Nach dem Sommer 2028 ist
wirklich Schluss”, sagte Völler dem Magazin stern.

Der Ruhestand werde ihm nicht schwerfallen. “Ich hatte
eine lange Karriere, ich kann loslassen”, sagte der 65-Jährige. “Fußball
wird bei mir zu Hause trotzdem immer eine Rolle spielen.” Völler sagte im
Interview, dass ihm der Kult um seine Person eine Zeitlang zu viel geworden
sei. Vor allem, nachdem er 2002 als Bundestrainer mit der Nationalmannschaft
Vizeweltmeister geworden war: “‘Es gibt nur ein’ Rudi Völler’ in
Dauerschleife, wohin ich auch kam. Irgendwann konnte ich es nicht mehr hören.”

Mit den heutigen Fußballprofis will er nicht unbedingt
tauschen. “Ich bin froh, dass ich damals noch nicht von Smartphones
abgelenkt worden bin”, sagte Völler. Auf die Spieler prassele digital eine
Menge ein, überall seien sie mit Meinungen und Bewertungen konfrontiert. Sie
stünden unter ständiger Beobachtung, der Fußballbetrieb sei gläserner geworden.
“In meiner Generation war es möglich, ein paar Bier zu trinken, ohne dass
die halbe Nation am nächsten Morgen Bescheid wusste”, sagte er.

Rudi Völlers Zeit beim DFB

Völler war nach der enttäuschenden WM 2022 zunächst als Teil
einer Taskforce zum DFB zurückgekehrt. Im Februar 2023 übernahm er dann selbst
das Amt des Sportdirektors. Im April 2024 wurde sein Vertrag vorzeitig bis zur
Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA verlängert. Im April
folgte eine weitere Vertragsverlängerung bis ins Jahr 2028. Nach der Trennung von
Hansi Flick hatte Völler maßgeblich dazu beigetragen, Julian Nagelsmann als neuen
Bundestrainer zu gewinnen.

Als aktiver Spieler absolvierte Rudi Völler 90 Länderspiele
und wurde 1990 in Italien Weltmeister. Zwischen 2000 und 2004 war er Trainer der deutschen Nationalmannschaft und führte das DFB-Team 2002 überraschend bis
ins WM-Finale. Nach dem Vorrunden-Aus bei der Europameisterschaft 2004 trat
Völler von seinem Posten zurück.

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