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Linksextreme Vulkangruppe bekennt sich zu Brandanschlag auf Berliner Stromnetz | ABC-Z

Zehntausende ohne StromLinksextreme bekennen sich zu Brandanschlag in Berlin

In Berlin fällt nach einem Anschlag auf eine Kabelbrücke in Zehntausenden Haushalten und Gewerben der Strom aus. Die vollständige Wiederherstellung der Versorgung wird voraussichtlich noch Tage dauern. Nun taucht ein Bekennerschreiben auf.

Die linksextreme Vulkangruppe hat sich zu dem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung bekannt. Das berichtete der “Tagesspiegel” unter Berufung auf ein Schreiben, das der Polizei vorliegt und auf einer einschlägigen Webseite veröffentlicht wurde. Demnach kommt der Staatsschutz des Landeskriminalamtes inzwischen zu dem Schluss, dass das Bekennerschreiben echt ist.

“Wir haben heute Nacht das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert”, heißt es in dem Schreiben der linksextremen Vulkangruppe, die vom Berliner Verfassungsschutz dem anarchistischen Spektrum zugeordnet wird. Die Saboteure bezeichnen den Anschlag als eine “gemeinwohlorientierte Aktion” sowie einen “Akt der Notwehr und der internationalen Solidarität mit allen, die die Erde und das Leben schützen”.

Ziel des Angriffs seien eigentlich nicht Stromausfälle, sondern die fossile Energiewirtschaft gewesen. Bei den weniger wohlhabenderen Betroffenen der Stromausfälle wolle man sich entschuldigen, “bei den vielen Besitzern von Villen” hielte sich das Mitleid in Grenzen, teilte die Gruppe mit.

Nach Angaben von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey von der SPD wurde der Stromausfall vorsätzlich mit Brandsätzen verursacht. Es handle sich “eindeutig” um eine “Vorsatzhandlung”, sagte sie. Die betroffene Brücke am Teltowkanal, an der fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel zerstört worden seien, sei “mit Brandsätzen versehen worden”.

In mehr als 40.000 Haushalten und Gewerben in Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde war am Samstagmorgen der Strom ausgefallen. Ursache war ein Brand an einer Kabelbrücke zum Kraftwerk in Lichterfelde. Bis zum frühen Morgen konnte in 7000 Haushalten und 150 Gewerben die Energieversorgung wiederhergestellt werden. Der Betreiber Stromnetz Berlin geht aber davon aus, dass erst am Donnerstagnachmittag wieder alle betroffenen Haushalte mit Strom versorgt werden können. Die Polizei ermittelt nach dem Feuer an der Kabelbrücke wegen Brandstiftung.

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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