24.548 Feuerwerkskörper: Im „Familienbetrieb“ Kugelbomben verkauft | ABC-Z

Berlin – Dieses verbrecherische Geschäft flog ihm um die Ohren! Weil er einen illegalen Handel mit Pyrotechnik betrieben haben soll, steht Bilal F. (45) vor dem Amtsgericht Tiergarten.
Laut Anklage soll der sechsfache Familienvater im November und Dezember 2023 in 53 Fällen ohne Genehmigung mit explosionsgefährlichen Stoffen umgegangen sein.
Konkret heißt das: Bei einer Hausdurchsuchung seiner Neuköllner Wohnung wurden 24.548 Feuerwerkskörper (200 Kilogramm) sowie 50.800 Euro – vermutlich illegale Einnahmen – gefunden. Zehntausende Böller und Kugelbomben mit Namen wie Monster, Mamba, Dum Bum oder Mikro-Bomb. Darunter 6000, die ausschließlich von ausgebildeten Pyrotechnikern verwendet werden dürfen.
Über einen „konspirativ organisierten Onlinehandel“ sollen F. und zwei seiner Söhne bundesweit Bestellungen angenommen und sie entweder vor Ort ausgeliefert oder per Paket versandt haben. Vor Gericht gab der Angeklagte über seinen Verteidiger zu, „große Mengen“ Pyrotechnik angekauft und Verkäufe getätigt zu haben.
In der Erklärung des Angeklagten hieß es weiter, er habe Einnahmen von etwa 8.000 Euro erzielt. Die sichergestellten 50.800 Euro hätten jedoch „nichts mit Pyrotechnik zu tun“. Das Geld gehöre nicht ihm.
Zudem steht Bilal F. wegen Betrugs vor Gericht. Er soll vor rund sechs Jahren Corona-Soforthilfe erschlichen haben – 29.000 Euro habe er zu Unrecht bekommen. Ein erster Prozessanlauf war im Herbst 2025 gescheitert.
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Für die aktuelle Verhandlung sind bislang drei weitere Tage bis zum 15. April geplant. Das Gerichtsverfahren gegen seine beiden Söhne, die mit ihm den illegalen Pyro-Handel betrieben haben sollen, wird gesondert verhandelt.





















